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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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188
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i88 Vom Cochenill - Schorlache.

daß keine Blasen darinnen entstehen, die manausfüllen muß. Es ist unumgänglich nöthig, daßsie von feinem Zinn sind. Man kann sie nichtauf die Art durchaus eben machen, wie die Zinn-gießer mit ihrem feinen Zinn verfahren, welche sie,nachdem sie völlig fertig sind, in weiches Zinn,d. i. in solches, das wegen einer Bcymischung vonBley leichter schmelzt, als das feine, rauchen.Wenn man die Blasen des Zinnes mit dem Loch-eisen oder auf andere Art ausfüllet, so befindetsich an einigen Stellen im Kessel Bley, dieseswird nachgehende durch die Säure der Composi-tion angegriffen, und verderbt die Farbe. Alsofinden sich überall Unbequemlichkeiten dabey. Fin-det üch indeß ein Künstler, der geschickt genug ist,auf einmal einen Kessel von Zinn von Melac ohneBlasen zugießen, so wird solcher Kessel ohnstreitigallen andern vorzuziehen seyn. Es entsteht keinRost darinnen, und wenn die Säure einige Theil-chcn absondert, können solche nicht schaden, wieich schon gesagt habe.

Ein zinnerner Kessel ist nur alsdenn in Ge-fahr zu schmelzen, 'wenn man ihn ausleeret, umeine neue Brühe zu machen. Ich muß also dieVorsichtigkeit zeigen, durch welche man solchesverhüten kann. Erstlich muß man alles Feuer,selbst die Kohlen, aus dem Ofen nehmen, undes wäre nicht undienlich, etwas Wasser darauf zugießen, wenn man nicht alles herausnehmen will,weil dadurch ein feuchter Dampf entstehet, wel-cher die vorige Hitze des Feuers sehr mäßiget. Nach-dem leeret man die Hälfte der Brühe mit einem

Schöpf-