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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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189
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Vom CocheM, Scharlache. i89

Schöpfgefäße aus, und indessen rühret ein ande-rer sehr stark darinnen herum, die obern TheiledeS Kessels, die trocken werden, immer zu bcfeuch-tcn, und was noch von der Brühe im Kessel ist,besser abzukühlen. Nachgehende! gießt man etwahalb so viel kalt Wasser hinein, als man Brüheausgeschöpft hat, fährt alödenn immer fort zurühren, und kalt Wasser hinzu zu gießen, bis das,was noch zurücke bleibt, nur laulicht ist, daßman den Boden des Kessels anrühren kann, ohnesich zu verbrennen, worauf man vollends auslee-ret, und den zurückgebliebenen Bodensatz mitnassen Schwammen wegnimmt. Mit dieser Auf-merksamkeit erhält man diese kostbaren Kessel.

Nachdem ich gewiesen, wie gezwirnte Wolleauf Scharlach Art zu färben ist, und wie manalle davon abstammende, und zu den Tapezereyenso nöthige Schattirungen zu machen hat, so willich von dem Scharlachfärben bey verschiedenenStücken Zeug auf einmal Nachricht ertheilen.Ich will dieses Verfahren hier erzählen, wie esin Langucdoc unternommen wird, und der Herrde Foudicres, damaliger Gcneral-Inspector derManufacturen es mir mitgetheilet hat. Ichhabe den Versuch davon mit einigen Ellen Zeugangestellt, und er ist mir vollkommen gelungen,aber ich habe den Scharlach nicht so schön befunden,als den Scharlach Lobelms.

Erstlich muß man wissen, daß Tücher undZeuge nie, so lange sie noch Wolle sind, gefärbtwerden, d. i. daß man die Wolle mit dieser Farbenicht färbt, ehe man sie gewebt Hat. Dieses unter-

läßt