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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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191
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Vom Eschen,'ll. Scharlache. 19,

ZumEpcmp«el fünfStück Tuch von Carcasso.ne auf einmal zu färben, dicsunfVicrtheilc breit,und jedes i;biK iSEllen lang sind, beobachtetman folgende Verhältnisse. Erst macht man dieComposition von der vorher befchricbenen sehr vcr-schieden. In ein Gefäße von Sandstein, oderin ein glasirres irdenes Gefäße thut man i r PfundSchcidcwasser, und 24Pfund Wasser, nebst an.dcrrhalden Pfunde (etain en larmos) in Wassergekörnten oder gefeilten Zinne. Nachdem dasScheidewasscr weniger oder mehr Säure hat, lö-set sich dasselbe eher oder später auf. Die Auf.lösung wird wenigstens ir Stunden ruhig gclas.sen, während dieser Zeit setzt sich eine Art schwärz-licher Schaum zu Boden. Was über diesem Bo-densatze stehet, wird behutsam abgegossen, es sic-her klar und Zitronfarben aus, und das ist dieComposition, welche man besonders aufbehälr.

Man siehet leichte, wie sehr sich dieses Ver-fahren an der Menge des Wassers, die man mitdem -Xguakort vermischt, unterscheidet, wie auch,daß man so wenig Zinn nimmt, von dem auchfast gar nichts in der abgegossenen Feuchtigkeitbleiben kann, weil das Schcidcwasser allein sol-ches nicht auflöset, und es nur aufreißt, und zueinem Kalk oder iVlaZilkerio macht, da man hierweder Salpeter noch besonders Salmiak hinzuthut, welches ein rezis daraus machen

würde. Indeß unterscheidet sich die Wirkungdieser Composition von der andern nur für Au-gen, welche diese Farbe zu beurtheilen gewobntsind. Diese Composition ohne Salmiak ist sän-

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