192 Vom Cochenill-Scharlache.
ge Zeit bey sehr vielen Fabrikanten zu Carcassonneim Gebrauch gewesen, sie bildeten sich viel.leicht ein, der vorgegebene Schwefel des Zinnesverursachte dessen Wirkung; sie hätt sich, ohnezu verderben, auf z6 Stunden im Winter, imSommer aber nur 24. Nach der Zeit trübt siesich, und es senkt sich ein Wölkchen nieder, dassich in einen weißen Bodensatz verwandelt. Dießist das wenige Zinn, das in einem Sauren warhangen geblieben, das für dieses Metall nichtzubereitet war. Die Composition, welche gelbseyn muß, ist alödenn so klares Wasser, undwürde keine gute Wirkung thun, wenn man siein diesen Umständen brauchte, sie würde ebendas verrichten, als ob sie milchicht geworden wä.re. Der verstorbene Herr Baron hat sich für denersten ausgegeben, der zu Carcasson bekannt ge-macht hätte, daß man Salmiak in das Scher-dewasscr thun muß, damir sich das Zinn nichtzu Boden senkt. Wenn sich dieses also verhält,so hat niemand in dieser Stadt gewust, daßZinn nur durch reZis aufzulösen ist.
Nach Zubereitung der Composition, wie ichsie itzo des Herrn von Foudires Nachrichten ge-maß beschrieben habe, thut man etwa 60 Cnbic.fuß Wasser in einen großen Kessel, wenn manso viel Tuch, als ich zum Beyspiele genommenhabe, färben will; und wenn das Wasser warmwird, hangt man einen Sack mit Kleyen hinein,bisweilen muß man auch die sauren Wasser brau-chen. Beydes dienet, wie man sagt, das Was.ser zu verbessern, d. i. das irdische und alkalische
Wesen