Vom Cocheniil- Scharlache. 19z
Wesen in sich zu ziehen, das sich in ihm befindenkönnte, und besagtermaßcn die Cochenille dun-kelroth machen würde. Man muß die Beschaf-fenheit des Wassers kennen, das man braucht.Die Erfahrung lehret, ob man solche Hülfsmit-tel ergreifen muß/ oder ob man sich des Wassersfo bedienen kann, wenn es rein, und von Salzeund irdischen Theilen frey ist. (*)
Wie sich nun auch dieses verhalten mag, sowirft man allezeit, wenn das Wasser etwas mehrals laulicht zu werden anfängt, 20 Pfund Kry-stallen oder gepülvertenLrsmor l'artari, nämlich2 Pfund auf jedes Stücke Tuch, hinein, dieBrühe wird wohl gerühret, und wenn sie nochetwas wärmer ist, wirft man ein halbes Pfundgepülvcrtc Cochenille hinein, die man mit Stäbenwohl durch das übrige menget, einen Augenblickdarauf gießt man sieben und zwanzig Pfund voll-kommen klare Composition darauf, welche manebenfalls wohl rühret, und so bald alles zu siedenanfangt, thut man die Tücher hinein-, welcheman mit starkem Wallen zwo Stunden kochenläßt, und beständig vermittelst der Welle herumwendet. Darauf werden sie aufgehangen, unddrey bis viermal von einem Ende bis zum anderndurchgezogen, indem man den Saum durch dieHände gehen läßt, sie zu lüften und abzukühlen.
Nach-ts Außer der'Waid- und Jndigküpe, ist zu allen Farbendas reinste Wasser zu empfehlen; ein frisch gesammle«res Regenwasser, und nach diesem reines §lußwasser ver«dienet allezeit den Verzug.
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