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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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194
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»94 Vom Cochenill-Scharlache.

Nachgchends trägt man sie an den Fluß, wo siewohl gewaschen werden-

Die Art, wie man die Tücher, nachdem'sieheraus gezogen sind, handthicrcr, wohl zu vcrste.hcn, muß man sich erinnern, daß ich im Ansän,ge dieses Werkes gesagt habe, man setzte auf dieHölzer, welche den Rand der Kessel halten, ei-ferne Gabeln, und legte quer über solche eineArt von Welle oder Rade, die mit einer Kurbelherum gcdrchct wird. Anfangs näher man alleStücke Zeug zusammen, die man auf einmalfärben will, eines an des andern Ende; und sobald sie sind in den Kessel geworfen worden, legtman den Anfang des crstern dieser Stücke aufdie Welle, welche man mit der Hand hält, unddrehet herum, bis sich das andere Ende des letz-ten Stückes zeiget. Alsdcnn drehet man dieWelle rückwärts, und auf diese Art werden alleStücke so gleich, als möglich ist, gefärbt.

Nachdem der Zeug wohl gewaschen ist, lce-rct man den Kessel aus, und richtet eine neueBrühe zu, in welche man, wofcrne es nöthigist, einen Sack mit Klcycn thue, oder sauerWasser schüttet; findet man aber das Wasser ansich gut, so setzt man nichts hinzu. Wenn dieBrühe bald kochen will, thut man 8 Pfund undein Viertel Cochenille hinein, welche gepulvertund gesiebt ist, menget sie so gleich, als möglichist, durch die ganze Brühe, halt alsdcnn mitdem Rühren inne, und bemerkt, wenn die Co-chenille auf die Oberfläche des Wassers steiget,und daselbst einen Ueberzug von der Farbe der

Wein-