Vorn Cochenill-Scharlache. 195
Wcinhefcn macht, den Augenblick, da sich die«sertteberzug von sich selbst an verschiedenen Ortenoffnes. Atödcnn gießt man 18 bis ro PfundComposition hinein. Man hat bey dem Kesselein Gefäße mit kaltem Wasser stehen, um wet-ches daraus in die Brühe zu gießen, wenn siesich, nachdem man die Composition hinein ge-than hat, erheben und an des Kessels Rand stei-gen sollte, welches sich bisweilen ereignet.
Befindet sich die Composition im Kessel, undman hat sie durchgängig wohl ausgebreitet, sothut man das Tuch hinein, und drehet die Wellezwey bis dreymal ganz sehr schnell herum, damitalle Stücke die Farbe von der Cochenille gleichannehmen. Nachgehende drehet man langsa-mer, das Wasser kochen zu lassen. Man läs-set es eine Stunde lang mit starkem Wallen ko-chen, drehet das Rad immer herum, stößt dasTuch mit Stäben in die Brühe hinunter, wenndas Wallen es ein wenig zu sehr erhebt. Nach-gehende wäscht man das Tuch, und zieht dieSäume durch die Hände, es zu lüften und abzu-kühlen, trägt es an den Fluß, es zu waschen,und läßt es trocknen und zurichten.
Man siehet, daß ein und drey ViertelpfundeCochenille bey dem Scharlach auf jedes StückeTuch von Languedoc, das nach der Levante be-stimmt ist, kommen, weil man für fünf Stückeein halbes Pfund in die erste Brühe, und achtund ein Viertelpfund zum völligen Färben hineingethan Hot. Dieß ist genug, dem Tuche einesehr schöne Farbe zu geben. Nähme man mehrN r Coche-