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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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198
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^98 Vom Cochenillr Scharlache.

wohl zur ersten Brühe, als auch zum Färben zubrauchen. Dieß alles auf > Pfund Zeug für die-jenigen , welche selbst Versuche machen wollten,gerechnet, beträgt eine Unze Lremvr ll'artsri,6 Unzen Composition, und eine Unze Cochenillefür jeden Zeug, er sey beschaffen wie er wolle.Andere Färber zu Paris, die auch sehr gute Ar»best machen, thun zwey Durcheile Composition,und ein Vicrtheil Cochenille in die erste Brühe,und das übrige Dritthcil Composition, nebst dendrey Vertheilen Cochenille erst zum wirklichenFärben hinein.

Zum Färben pflegt man Weinsteinkrystallennicht hinein zuthun; meine eigene Erfahrung hatmich indessen gclehrek, daß sie daselbst nichts ver-derben, wenn man nur aufs höchste halb so schwerals die Cochenille hinein thut; es hat mir sogargeschienen, als machten sie die Farbe fester. Ei-nige Färber haben den Scharlach auf dreymal ge-macht, und ihm die erste und die zwote Brühegegeben, worauf das eigentliche Färben folgte,aber die Menge der Zuthaten bliebe allemal ei-nerley.

Im vorigen Kapitel habe ich angemerkt, daßman die braunen oder vencrianischen Scharlachemit der Cochenille machte, weil man den Kermesso wenig kannte. In dieser Absicht macht mandie Brühe wie ordentlich, und zum Färben setztman für jede roo Pfund Zeug, 8 Pfund AlaunHinzu. Man löset diesen Alaun besonders in ei-nem Kessel auf, und nimmt eine zulängliche MengeWasser dazu, alsdenn gießt man es in die Brühe,