Vorn Cochenill-Scharlache. 199
ehe man die Cochenille hineinthut. Das übrigegeschieht vollkommen wie beym ordentlichen Schar-lache; und so erhält das Tuch die Farbe des ve-netianischen Scharlachs, sie ist aber bey weitemnicht so feste , als wenn man sie mit dem Kcrmesgemacht hätte.
Alle alkalische Salze machen den Scharlachdunkelroth, als Wcinsteinsalz, Potaschen, wohlcalcinirre Wcinhcfcnaschen, Salpeter, der mitKohlenfcuer beständig gemacht worden ist, aberman bedienet sich meist des Alauns, weil die al-kalischen Salze die Farbe nicht feste machen, undüber dieses ist zu befürchten, sie möchten den Zeug,stark verändern, wenn sie mit ihm gekocht werden,weil die feuerbeständigen alkalischen Salze allethierische Materien auflösen. Wenn man demAlaun sein wäjferichtcs Wesen durch dieCalcina-tion benimmt, macht er die Farbe mit viel größe-rer Sicherheit dunkelroth. (*) Die Brühe, mit.welcher man die dunkclrorhe Farbe gemacht hat,ist roth, und desto röther und stärker dunkclroth derScharlach ist gemacht worden; daher vermehrendiese Farben in der Brühe, welche sie braun macht,einen Theil ihres Grundes. Gleichwohl kannman diese braunrorhc Farbe ohne^salze nicht fcsttzmachen. Der verstorbene Herr Baron bemerkt ineinem Aufsätze, den er vor i r oder 15 Jahren
N 4 der
(*) Der gebrannte Alaun kann vor dem rohen, wenn er in,Wasser, wie hier geschiehet, aufgelöset wird, in der Färb-keinen Unterschied bewirken; er verlieh« burchs Brenn,ü»nur sein KrystMsationSwafferaber keine Säure.