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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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200
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rvO Vom Cochem'll- Scharlache.

der königlichen Akademie der Wissenschaften über-reichte, daß unter allen Salzen dasjenige, welchesihm die besten Dienste gethan hätte, dunkel, undzugleich die Farbe einförmig zu machen, und ih-ren Grund zu erhalten, das Urinsalz sey; aberer erinnert sich zugleich, es sey zu beschwerlich,dieses Salz in Menge zu machen-

Im Anfange des Kapitels habe ich gesagt,wie viel an der Wahl des Wassers gelegen ist,weil die meisten Arten gemeines Wasser denScharlach dunkelroth machen, indem sie fast allerzeit eine gipsartt'ge oder kalkartige Erde, auchwohl eine schwefclartigc oder viiriolische Saureenthalten. Diese Wasser heißt man meistensharte Wasser. (*) Dieser Ausdruck soll Was-ser bedeuten, welche die Seife nicht auflösen,

und

Die sogenannten harten Wasser enthalten größten-teils Kalcherde, und sind entweder mit Lustsäure oderVitriolsaiire verbunden- Um dergleichen Wasser zurFärbercy tauglich zu machen, müssen denn freylich eiuigeKosten nicht angesehen werden. Ein Wasser, das mitKalch in Lustsäure aufgelöset ist , kann durch ein halb-stündiges Kochen verbessert werden; die kufcsäure ent-weichet hierbey, und die Kalcherde wird sich »ach demErkalten am Boden des Gefäßes absehen. — Dieseszu erforschen, darf man nur einige Lothe des Wassersmit frischem aber ganz Hellem Kalchwasset vermischen,und einige Stunden hinstellen; wird die Mischungtrübe und milchig, so ists ein Beweis vom Daseyn derkufrsäure; bleibt aber dieselbe helle, so zeigt es, daßder Kalch in einer mineralischen Säure ausgelöset sey —und hier wird das Hinzuthun von etwas Zuckersäure,oder reiner Weinsteinsäure zum harten Wasser zwar et-was kostwiekig, doch aber vom besten Nutzen seyn-