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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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202
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es2 Vorn Cochem'll-Scharlache.

«ropfenweiße Salpctergcist darauf, so wird mandiese Farbe so helle machen, daß sie sich ins Gelbeverwandeln wird; und wenn man noch mehr hin«eintröpfelt, wird man kaum merken, daß anfangseine rotheFeuchrigkeit im Glase gewesen ist. Alsozerstöret das Saure die rothe Farbe, es löset sieauf, und zertheilet sie in so kleine Thcilchen, daßdas Auge solche nicht mehr empfindet. Wennich bey dem Versuche Vitriolsäure statt des Sal-pekcrsaucrn brauche, so sind die ersten Verände-rungen der Farbe Purpur, alsdenn purpurartigeFliederfarbe ( lilas pourpre^), ferner helle Flie-derfarbe (lilss clairs), endlich Flcischfarbe, und zu-letzt gar keine Farbe. Dieser Unterschied einerblaulichten Farbe, die sich mit dem Rothen vc»mischt, Purpurzu machen, kann von dem weni-gen Elken herrühren, das sich meistens in demVitriolöle befindet. In die Scharlachbrühe wirdkein Salz, als Lremor lartari, gethan; manbraucht keinen Alaun, wie bey den andern ordent-lichen Brühen , für die übrigen Farben, weil sel-biger seiner Vitriolsäure wegen die Farbe dunkel«roth machen würde. Indeß wird ein weißes ir-disches Wesen, ein Kalk erfordert, welcher mirden rothen Cochcnilltheilchen eine Art von Ma-lerlack ausmachet, das in die Zwischenräumchcnder Wolle eindringt, und sich daselbst vermittelstder Wcmstcinkrystallcn feste setzt. Diesen weißenKalk findet man in einer sehr reinen Zrnnsolution.Man mache den Versuch mit dieser Farbe in ei-nem kleinen irdenen glasirtcn Gefäße, tröpfle dieComposition hinein, und untersuche mit einem

Glase,