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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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203
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Dom Cochenkll-Scharlache. 2vz

Glase, das nicht allzu sehr vergrößert, was sichereignet, indem jeder Tropfen hineinfallt. Manwird alsdenn einen kleinen Umkreis sehen, inwelchem ein ziemlich starkes Aufwallen vorgeht,und bemerken, wie sich der Zinnkalk absondert,und sogleich die lebhafte Farbe einnimmt, welchedas Tuch in der Folge des Verfahrens be-kömmt.

Ein Beweis, daß dieser weiße Zinnkalk zumVerfahren nothwendig erfordert wird, ist, daßdie Cochenille mit Salpctcrgeist oder Scheide-wasser allein, ein sehr garstiges Cramoisi gebenwürde. Bediente man sich einer Auflösung vonandern, Metalle in eben dem Salpetergeist, z. E.von Eisen oder Quecksilber, so würde das erstedunkel Aschcngrau, das zweyte IafpisfarbigesCastanienbroun (maron jasse) geben, ohne daßsich in einem von beyden Spuren von, Rochen derCochenille zeigten- Vermöge dessen aber, wasich nur itzo gesagt habe, ist es sehr vernünftig an-zunehmen, daß der weiße Zinnkalk, den die fär-benden Cochenillthcilchen gefärbt haben, nachdemdas Saure in dem Auflösungsmittel dieses Mc<talls in sie gewirkt hat, diese Art crdigken Lackausmacht, dessen Thcilchen in die Zwi'schcnräum-chen der Wollfasern gedrungen sind, da die Wär-me des kochenden Wassers diese Zwischcnräum-chcn geöffnet harte; diese Thcilchen haben sich inden Zwischenräumchen durch Hülfe derWeinstcin«krystallen befestiget; und da sich die Zwischcn-räumchen vermittelst des jählingen Abkühlcnö desTuches, indem man es lüftet, zusammengezogen

haben,