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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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206
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2v6 Vom Cochenill. Scharlache.

lartarus vitriolatus mit Potasche und Vitriolgemacht, zerstöret ihr Rothes, und giebt nur einAgatgrau.

Wißmukh in Salpctcrgcist aufgelöset, denman durch gleichviel schlechtes Wasser geschwächthatte, und auf eine Cochenillbrühe gegossen, giebtdem Tuche ein sehr schönes und lebhaftes Turtel-taubengrau.

Kupfer in ungeschwächtem Salpetcrgeiste auf-gelöst, giebt mit der Cochenille ein schmuzigcsCramoisi.

Capcllensilber aufgelöset, eine etwas gelbeZimmcrfarbe.

Arsenik eine etwas lebhaftere Zimmetfarbe,als voriges.

Gold in /'egua re§is aufgelöset, eine streissgeCastanienfarbc, als wenn der Zeug aus verschie-dentlich gefärbten Wollen gewebt wäre.

Quecksilber in Salpctcrgcist aufgelöset, fasteben das.

Glaubcrö Salz allein zerstöret das Rothe derCochenille, wie der Tartarus vitriolatus, und macht,wie dasselbe, cin Agatgrau, das aber nicht feste ist,weil sich dieses Salz zn leichte auch in kaltemWasser auflöset, und überdieß auch leichte an derLuft in Staub zerfällt.

Feuerbeständiges Urinfalz giebt ein HellesAschengrau, wo sich keine Spur Rothes zeigt.Es ist so wenig feste, als das vorige, denn diesesSalz kann in den Zwischenräumchcn der Wollekeinen festen Leim machen, da es sich von denbloßen Feuchtigkeiten in der Luft auflöset.

Violet