Vorn Cochenill- Scharlache. 207
Vieler ohne Blau.
Endlich macht der Ertrack aus Wißmutherzedas Cochenillrothe zu einem fast violcrblauenPurpur, der so schön ist, als ob man das Rotheauf ein anfangs himmelblau gefärbtes Tuch ge-tragen hätte.
Wenige Ucbcrlcgung über diese Versuche wirdleichte lehren, daß die Salze und metallischenAuflösungen Thcilchcn geben, die sich mir den fär-benden Theilchen der Farbcmatcrien vereinigen,und man kann leichte zeigen, daß eben diese zu«gesetzten Theilchen zur Festigkeit der Farbe sehrviel beytragen.
Ehe ich dieses Kapitel schließe, will ich nocheinige Anmerkungen beyfügen, welche der Leservielleicht mit Verdrusse vermissen würde. WederGasscnkoth noch verschiedene andere scharfe Dingekönnen den Scharlach beflecken, wenn man dieStelle sogleich mit reinem Wasser und einem Stückweißer Leinwand wüschet; hat man aber den Kothtrocknen lassen, so läßt sich der Fleck, welcherschwärzlich violct aussehen wird, nur durch eineSäure aus dem Pflanzenreiche, als weißen Wcin-cßig, Citronensaft, warme Auflösung von weißemWeinstein, in der dieses Salz nickt allzu stark ist,wegbringen. Wenn man aber im Gebrauche dieserSäure mit gehöriger Sorgfalt und Geschicklickkeitnur etwas fehlet, so nehmen sieden schwärzlichenFleck weg, und machen anstatt dessen einen gelben,weil, wie ich schon bemerkt habe, saure Sachendas Rothe des Cochenille gclblicht machen, und
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