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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Vierzehendes Kapitel.Vorn Cramoisl.

ik^as Cramoisi ist , wie ich oben erwähnt habe,der Cochenille natürliche Farbe, oder viel-mehr diejenige, welche sie der Wolle giebt, wennsie mit Alaun und Weinstein gekocht wird, wel-ches die ordentliche Brühe für alle Farben ist.Für gesponnene Wolle braucht man ordentlich fol-gende Art, die, wie man weiter hin sehen wird,für Tuche fast eben so angewandt wird: Manthut dritthalb Unzen Alaun, und andert-halb Unzen weißen Weinstein auf jedesPfund Wolle in einen Kessel. Wenn alles zusieden ansangt, taucht man die Wolle hinein, be-wegt sie wohl darinne herum, und laßt sie zwoStunden lang wohl kochen, nimmt sie nachge-hende heraus, drückt sie gelinde aus, thut sie ineinen Sack, und läßt sie also in der Brühe, wiebeym Kermcsscharlach und allen andern Farben.

Zum Färben richtet man eine neue Lauge zu,in welche man eine Unze Cochenille auf jedes PfundWolle thut; wenn es ein wenig mehr als lau-licht ist, thut man die Wolle hinein, welche manauf ihren Stäben wohl herumführet, wie auchschon bey der ersten Brühe hat geschehen sollen,und läßt sie eine Stunde lang solchergestalt ste-hen, worauf man sie heraus nimmt, ausdrückt,und an den Fluß trägt, sie da zu waschen-

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