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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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212
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A2 Vom ssramoisi.

ist, und wo die Kosten wenig Heißen. Dieseskam darauf an» das flüchtige Alkali des Sal-miaks in dem Augenblicke in die Brühe zu brin-gen, da es ihr zum Grunde dienet. Nachdemalso mein Cramoisi, wie gewöhnlich, gemachtwar, -brachte ich es in eine neue Brühe, in wel-rhe ich etwas Salmiak harte auflösen lassen. Sobald solche etwas mehr als laulichr war, that ichso viel Potasche hinein , als ich Salmiak genom-men hatte, und meine Wolle erhielt sogleich einesehr schöne dunkekrothe glänzende Farbe. Hier-hey ersparet man sogar Cochenille, denn die neueBrühe erhebt sie, und man kann dabey etwasweniger nehmen , als nach dem gewöhnlichen Ver-fahren. Die Färber aber, auch die berühmtesten,machen die Cochenille meist mit der Qrseille, einerZuthat von falscher Farbe, dunkelroth.

Man bekömmt auch ein sehr schönes Cramoisi,indem inan die Wolle, wie bey dem ordentlichenScharlach, ansieden läßt, und nachgehends einenzweyten Ansud mit zwo Unzen Alaun und einerUnze Weinstein für icdes Pfund Wolle macht,darinnen man sie eine Stunde läßt; gleich dar-auf wird eine neue Brühe zugerichtet, darinnenman 6 Gros Cochenille auf jedes Pfund Wollethut, sie bleibt eine Stunde darinnen, woraufman sie herausnimmt, und sogleich in eine Brühevon Soude und Salmiak bringet. Solcherge-stalk macht man auch sehr schöne Schattiningenvon Cramoisi, indem may die Menge der Coche-nille vermindert. Es ist aber zu bemerken, daßman hierbey ebenfalls nur 6 Gros Cochenille auf

jedes