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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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213
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Vorn Cramoisi. 21z

jedes Pfund Wolle nimmt, weil sich in der erstenBrühe zum Scharlache, in die man sie bringet,andctthalben Gros Cochenille auf jedes Pfundbefinden. Auch muß man beobachten, daß, dieseCramoisis dunkelrorh zu machen, die Brühe vomalkalischen Salze und Salmiak nicht allzu warmseyn muß , weil sich sonst des letzter» allzu flüch-tiger Geist allzu sehr auswickeln, und der Wein-stein der ersten Brühe feine Eigenschaft verliehren,und sich in einen Weinstein (l^rqr. solui>.) ver-ändern würde, der sich auflösen ließe.

Man kaim eben dieses Verfahren anstellen,wenn man einen Theil lVnldcochenrtle statc derfeinen braucht, und die Farbe wird eben so schön,wenn man nur genug nimmt; denn ordentlichthun vier Theile Waldcochenille nicht mehr akKein Theil feiner. Man kann ebenfalls die Wald-cochenille beym Scimrlache brauchen, aber eS,muß mir großer Vorsichtigkeit geschehen, und eswird allezeit besser seyn, sich ihrer nur bey denHatbscharlachen und Halbcramoisi zu bedienen.Wenn ich von diesen Farben besonders handelnwerde, will ich solches erinnern.

Wenn der Scharlach in der Arbeit durch ei-nen unversehenen Zufall befleckt oder verderbtworden ist, oder auch, wenn das Färben mifl-ßathen ist, pflegt man ihn ordentlich auf Cramoisizu färben, in welcher Absicht man ihn nur ineine Brühe bringt, wo sich etwa zwey PfundAlaun auf hundert Pfund Wolle befinden. ErWird. geschwinde hinein gebracht, und darinnen

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