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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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214 Vom Cramoisi.

gelassen, bis er die verlangte Schattirung vonCramoisi erhalten hat-

Cramoisi von Languedoc.

Folgendermaßen macht man in Languedoc einsehr schönes Cramoisi für die Tücher, welcheman in die Morgenlander schickt, aber es istnicht so dunkelroth, als dasjenige, davon ichitzo geredet habe, und nähert sich mehr dem vene-lianischen Scharlach.

Man richtet zu fünf Stücken Tuch die Brühewie ordentlich zu, und thut, wenn es nöthig ist,Kleyen hinein. Wenn sie mehr als laulichc ist,wirft man io Pfund Meersalz statt der Wein-steinkrystallen hinein, und wenn es am Siedenist, schüttet man 27 Pfund Scharlachcomposi-tion hinein, nach der Art von Carcassone ge-macht, so lässet man das Tuch zwo Stundenlang darinne, ohne Cochenille dazu zu thun, unddrehet es beständig auf der Welle herum, läßtcs auch immer kochen. Nachgehends nimmtman es heraus, lüftet es, und wüschet es imFlusse, worauf man eine neue Brühe zurichtet,darein acht und drey Viertelpfund gcpülverteund gesiebte Cochenille sind gethan worden.Wenn alles am Kochen ist, schüttet man rrPfund Composition hinein. Darinnen laßtman das Tuch drey Viertelstunden lang kochen,und braucht dabey die gewöhnliche Vorsichtigkeit,worauf man es heraus nimmt, lüftet und wü-schet. Es ist alsdenn sehr schönes Cramoisi,

aber