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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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218
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2lZ Scharlach vom Gunmilack.

Einige Färber brauchen es gepulvert und gesiebtin einem Lcinwandsack eingeschlossen, die Zeugedamit zu färben, aber dieses tauck nichts; denndurch die Zwischcnräuinchcn des Sackes geht allerzeit etwas von dem Harze des Gummi durch,das in dem kochenden Wasser des Kessels,schmelzt, und sich an das Tuch, und zwar sofeste hängt, wenn solches abgekühlet ist, daßman es mit einem Messer abschaben muß: anderepulvern es, lassen es im Wasser kochen, undnachdem es demselben alle seine Farbe mitgethei-let hat, lassen sie die Feuchtigkeit kalt werden,.da denn der harzigke Theil zu Boden sinkt. Mangießet das gefärbte Wasser behutsam ab, undläßt es an der Luft abdünsten, wo es oft stinkendwird; wenn es alsdenn so dicke als Quittensaftgeworden ist, thut man solches in Gefäße, esdarinnen aufzuheben. Unter dieser Gestalt läßtsich die Menge, welche man davon nimmt,schwerlich genau bestimmen, daher habe ichMittel gesucht, diese Farbe von ihren harzigenTheilen abzusondern, ohne daß ich sie mit so viel

Wasser

die Blattläuse an die äußersten saftigen Zweige der Fei«gen Drustbeeren- und andere Bäume in Indien, war«aus schon im nächsten Jenner das Gummüack hervorquillt, weleiies diese Insekten bedecket, und in 2 Mo-naten kleine Holen oder Zellen bildet; in diesen Hölenschwellen die nun trächtigen Lackschildläuse zu kleinenund unförmlichen Blasen auf, die den schonen rothfärben-den Saft enthalten. — Das beste Lack ist dasjenige, wasnoch diese trächtigen Thierchen enthalt, die die schöne ro-the Zarbe geben.