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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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220
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222 Scharlach vom Gummilack.

den bleibt, sieben bis achtmal; gieße darauf dasmit Farbe angefüllte Wasser in ein Gefäße ab,das groß genug ist, daß drei, Viertheile davonleer bleiben, und fülle es mit kaltem Wasser;nachgehender gieße ich auf diese ausgezogene undin so häufiges Wasser ausgebreitete Farbe sehrwenig von einer starken Solurion römischenAlauns; die schleimichte Farbe setzt sich zu Boden,und wenn das oben stehende Wasser noch gefär«bet scheinet, so mache ich die Präcipitation durchnoch einige Tropfen Solurion vollkommen, bisdas oben stehende Wasser so ungefärbt als gemei-nes ist. Wenn sich der Cramoisifarbene Schleim«luf dem Boden des Gefäßes zulänglich gesetzthat, ziehe ich das helle Wasser mir einem Heberab , und seihe das übrige durch, um es vollendsaUStröpflen zü lassen; worauf ich es an der Son-ne trockne.

Wenn das erste schleimichte Wasser nicht alle'Farbe aus dem Gummilack gezogen hätte, das ist,wenn dieses Gummi nicht nur eine schwache Stroh,färbe behalten hätte; so gieße ich neues ganz sie-dendes Wasser darauf, und wiederhole alles, wasich das erstemal gethan habe: solchergestalt son-dere ich alle Farbe ab, welche das Gummilack lie-fern kann; und wie ich sie trocknen lasse, um sienachgehend- zu pulvern, so weis ich, was Mirdieses Gummi gegeben hat, und kann die Menge,die ich zumFärben nehme, sicherer bestimmen, alsdiejenigen, welche sich begnügen, diesen Auszugbis zu einiger Dicke abdünsten zu lassen, weil