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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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222
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222 Scharlach vom Gummis

lion in die Brühe, in welche ich zuvor dieWcinsieinkrystallen gethan hatte, und so bald dasWasser der Brühe zu sieden anfängt. lasse ich dasTuch bincintauchcn, und solches nach des Fär-bers Kunst hin und her wenden. Das übrigeVerfahren ist mit dem Scharlachfarbei, vermögeder Cochenille, einerley. Nur hat es mir ge-schienen, als lieferte der Auszug des Gummilack,nach meiner Art zubereitet, ohngcfähr den neuntenTheil Farbe mehr, als die Cochenille, wenigstensals die>enige, deren ich mich, diese Vergleichunganzustellen, bedienet habe.

Will man statt der Weinsteinkrystallen undder Composicion ein feuerbeständiges Laugcnsalzbrauchen, oder sich des Kalkwassers bedienen, soverwandelt sich das lebhafte Rothe des Gummi-lack in Weinhcfenfarbe, daß also diese Farbe nichtso leichte dunkelrothzu machen ist, als die Farbeder Cochenille.

Wenn man statt dieser veränderten Dinge denSalmiak allein braucht, so bekömmt manZimmt«oder helle Castanicnfarbe, nachdem mehr oderweniger Salz genommen wird.

, Ich habe noch wohl zwanzig andere Versuchemit dieser Materie angestellt, welche ich hier nichtwiederholen will, weil sie mir nur sehr gemeineFarben, die mit wohlfeilern Dingen zu erhaltensind, geliefert haben. Da meine Absicht war, dierothe Farbe des Lack zu verschönern, welches vor-nämlich hier zu suchen ist, so glaube ich, mankann sich mit demjenigen begnügen, was ich vonder Art, seine .färbenden Theilchen auszuziehen,

gesagt