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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Siebenzehendes Kapitel.

Vom Rothen der Färberröthe»

^^,'e Würzet der Farbcrröthe, oder ?mbia l'i,^üorum, ist der einzige Theil dieser Pflanze,den man zum Farben braucht. Sie giebt unterallen rothen Farben die dauerhafteste, wenn sie-auf eine Wolle oder einen Zeug kömmt, wo allesFett ist wohl weggenommen worden, und die mannachgehendes mit den Salzen zubereitet, und zwoStundcn mit selbigen hat kochen lassen. DiesesRothe, das nach einer solchen Vorbereitung derSache, welche man färbt, so dauerhaft ist, wür-de ohne dieselbe den Proben nicht mehr, als an-dere falsche Farben, widerstehen. Dieses be-weiset , daß die Zwischcnräumchen der Wollcn-fasern nicht nur von den ölichtcn Ausdünstungendes Thieres wohl müssen seyn gcreiniget worden,die, des gewöhnlichen Rcinigcns der Wolle mitWasser und Harn ohngcachtct, noch darinnen ge-blieben seyn können, sondern, daß auch ebendiese Zwischcnräumchen innwendig mit gewissenSalzen müssen seyn überzogen worden, die ichharre nenne, weit sie in der Luft nicht in Staubzerfallen, und vom Regen, oder der Feuchtigkeitder Luft beym Rcgenwctter nicht zerfließen. Sosin^ der weiße rohe Weinstein, der rothe, unddie Weinstcinkrystallcn beschaffen, von denen manohngefähr ein Viertheil in den Vorbercitungssud,

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