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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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231
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Vom Rothen der Farberröthe. 2zi

als wenn man sie gleich von der Mühle brauchte.Wenn man die Färbcrrörhe nicht auf diese Arteinschlösse, würde sie von der Luft verderben, unddie Farbe weniger Lebhaftigkeit haben. Anfangsist sie gelb, aber wenn sie alt wird, bekömmt sieeine rothe und braune Farbe. Man muß zumFärben diejenige wählen, welche tzvafranfarbcnin den festesten Klumpen, und von einem starken,doch nicht unangenehmen Gerüche ist. Sie wirdauch um Liste in Flandern gebauct, und in vielenandern Orten von Frankreich, wo man gefundenhat, daß sie wilde wächst.

Die Farbcrröche, deren man sich in der Le-vante und in Indien bedient, die baumwollenenZeuge zu färben, ist von der europäischen ein we-nig unterschieden, man heißt sie auf der Küstevon Coromandcl That. Die sogenannte Pflanzefindet sich häufig in Gehölzen auf der Küste vonMalabar, und ist der wilde Cbad. Von Va-cur und Tuccorin erhält man welchen, der ge-bauet worden ist. Der Chat aus Persien,Dumas genannt, wird am höchsten geschätzt.

Auf der Küste von Coromandcl sammlet manauch die Wurzel von einer andern Pflanze, wel-che man daselbst Rage de cbaye, oder Farben-Wurzel nennet, und die man für eine Art der

Rubia tinctorum gehalten hat, es ist aber die

Wurzel eine Are vom Lallium störe albo, wieNachrichten, die 1748 aus Indien geschickt wur-den, gelehrt haben. Es ist eine lange und sehrdünne Wurzel, welche dem Cattun eine ziemlich

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