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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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232
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2zr Voni Rothen der Farberröthe.

schöne rothe Farbe giebt, wenn er alle die gehöri-gen Zubereitungen empfangen hat. die vor seinemFarben vorhergehen, und auf solches folgen sol-len.

Zu Kueder, in der Nachbarschaft vonSmyrna, und in den Feldern von Ale-Hissarund Tor - das bauet man eine andere Art vonFärbcrröthe, die in dem Lande Lhioc bopa,Ekme, ^»azala genannt wird. Es ist die bestevon allen Färbcrröthcn zur rothen Farbe, wieman durch Versuche gefunden hat, daher mansie auch in der Levante viel höher schätzt, als diebeste sceländisebe, welche die Holländer dahinbringen. Eben diese so hoch geschätzte Färber-rökhe heißt bey den heutigen Griechen Liznri,und bey den Arabern Foucp. (*)

Aus Canada kann man noch eine Art Fär«bcrrökhe erhalten, wo sie Tpßn Nopünn heißt;es ist eine ungcmein zarte Wurzel, und sie thutfast einerley mit unserer europäischen Färber-röthe.

Mit der Färberröthe roth zu färben, machtman den Sud fast wie zum Kcrmcs; manbraucht allemal Alaun und Weinstein dazu.Ueber die Verhältniße sind dir Färber nicht allzueinig; ich halte es für das beste, fünf Unzen

Alaun,

(*) Diese Färbcrrsthen geben viel lebhaftere Farben. alsder schönste seeländische Grapp, weil man sie in derLust, und nicht von der Hitze eines Ofens trocknenläßt. Die Färberröthe aus Langucdoc, selbst die ausPoitou, thut eben so ant, als die LtMi, wenn mansie ohne Feuer trocknen läßt.