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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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243
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* Vom Rothen der Farkerröthe. 24z

Purpur mit Färberröthe ohne Blatt.

Ich will dieses Kapitel mit einer Erfahrungschließen, die mir einen ziemlich schönen Purpurgegeben hat, ohne daß ich Cochenille brauchte, undohne daß das Tuch zuvor blau gefärbt war. Ichhabe ein Stück Tuch, das eine halbe Unze wog,mit zehn Gran römischen Alaun, und 6 GranWeinstcinkrystallcn sieden lassen. Nach Ablaufeiner halben Stunde habe ich es herausgezogen,ausgedruckt und kalt werden lassen, darauf 24Gran Grapp in eben den Sud gethan, woraufdieselbe ihre Farbe diesem Wasser, das noch mitseinen Salzen geschwängert war, mitgetheilet hat;nachgehendes habe ich von einer Wißmuthsolukion,die mit gleichen Theilen Wasser und Salpetergeistgemacht war, zwanzig Tropfen hinein fallen lassen,und alödenn das Tuch wieder hinein getaucht. (*)Nach Ablauf einer halben Stunde habe ich es her-ausgezogen, ausgedrückt und gewaschen. Eswar von einem fast so schönen Cramoisi, als wenner mit Cochenille wäre gemacht worden, und erhatte auch einen ziemlichen Grund, oder eine

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zcn entstehen, findet man in des Herrn Vergrath Päc«ners chemischen Versuchen und Bemerkungen zum NutzenderFärbekunst,Leipzig 1772. rtcr Theil, von lg/bis 244ausführlich beschrieben, und muß ich, da ein Auszug dar-aus zu weirläuftig werden würde, den Leser dahin ver-weisen.

(*) Der Verfasser erwähnet hier nichts von der Farbe dieserSolution; da er an einem andern Orte Wißmuth unk»Kobold für einerley hält; sollte wohl hier nicht der letz-tere mit ins Spiel kommen?