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ERSTER ABSCHNITT. 1)11'. DIOPTRIE DKS AICHS.
§. io.
ankoimnen, dann müssen wir den obigen Ausdruck für die Helligkeit noch mit aund ß multipliciren ; er wird also
“ ' ß ' P ' <1 jrP . Q
Durch die in den vorstehenden Sätzen vollzogene Umkehr des Problems von der Er-leuchtung des Auges haben wir die Untersuchung der Helligkeit der Bilder für jeden Fall aufdie Bestimmung des Ganges eines einzigen Strahlenbündels reducirt, während es sonst nüthigwar. die Helligkeit einer einzelnen Netzhautstelle aus der Helligkeit aller über einander ge-lagerten Zerstreuungskreise, welche den einzelnen Punkten der Lichtquelle .entsprechen, durchSummation zu bestimmen. Auch glaube ich, dass die Sache dadurch der Anschauung zugäng-licher wird. Den Gang der Strahlen von einem Netzhautpunkte durch die vcrh'ältnissmässigeinfachen optischen Systeme der Augenspiegel, von denen eines zur Beleuchtung, eines zurBeobachtung dient, einzeln genommen kann man sich leicht veranschaulichen, während dieganze Uebersicht des Ganges der Lichtstrahlen von der Lichtquelle bis zum Auge des Beobachtersmeist deshalb schwierig wird, weil auf der Netzhaut eine unendliche Zahl in einander greifenderZerstreuungskreisc der Punkte der Lichtquelle und der Pupille des Beobachters entstehen.
Satz VI.
Die Mittel, ein deutliches Bild des Augenhintergrundes zu erhalten.
A Fig. 92 sei das beobachtete Auge, a ein Punkt seiner Netzhaut, dessen Bild vonden Augernnedien in b entworfen wird, in der Entfernung, wo das beobachtete Auge
Fig. 9 . 2 .
deutlich sieht. Die beiden Pfeile, weiche bei a und b gezeichnet sind, entsprechender Grösse der zusammengehörigen Bilder. Das Bild der Netzhautstelle ist vergrössertund umgekehrt. Ein Beobachter, welcher ohne weitere Ilülfsmittel dies Bild der Netz-haut in b sehen wollte, müsste also noch weiter entfernt vom Auge .1, etwa in Csich befinden, so dass die Entfernung Cb wieder gleich der Sehweite des Beobachterswürde. Hierbei würde aber das von der Pupille des beobachteten Auges begrenzteGesichtsfeld des Beobachters so klein sein, dass er doch nichts erkennen könnte.
Es sind bisher zwei Hauptmethoden angewendet worden, um die Lage desBildes b dem Beobachter bequemer zu machen. Bei der einen wird ein virtuellesaufrechtes Bild der Netzhaut, bei der anderen ein reelles umgekehrtes entworfen.
A. Darstellung der Netzhaut im virtuellen aufrechten Bilde.
Man wendet dazu eine Concavlinse B in Fig. 95kleiner ist als die Entfernung des Punktes b von ihr.
a
Hg. 93
an, deren Brennweite BpEine solche macht die vonA nach b hin conver-girenden Lichtstrahlenwieder divergent, sodass sie von einemscheinbar bei d imRücken des beobach-teten Auges gelegenen