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9 (1867) Handbuch der physiologischen Optik / H. Helmholtz
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177
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§ 16 .

tiikorii; di;r augknsfiegel.

177

Punkte zu kommen scheinen. I)ie Pfeile bezeichnen wieder Lage und Grösse derNctzhautstcllc und ihrer Bilder.

Nennen wir p die negative Brennweite der Concavlinse, a die Entfernung R b,7 die Entfernung d R , so ist

7 muss gleich der Sehweite des Beobachters sein, wenn er das bei d entworfeneBild der Netzhaut deutlich sehen soll; a hängt von der Acconunodationsweite A bdes beobachteten Auges und der Entfernung A von R ab. Hat inan den Werthbeider Grössen festgestellt, so kann inan aus der gegebenen Gleichung den Werthvon p berechnen, welcher gewählt werden muss, um deutliche Bilder zu geben.

Wären beide Augen für unendliche Ferne accormnodirt, also a = 7 ~ oo, sowürde auch p o o werden müssen, d. h. es wäre gar keine Linse nothwendig.

Audi für die seitlich gelegenen Theilc der Netzhaut ist gewöhnlich keine Linsenothwendig, weil diese vor den dorthin fallenden Vereinigungspunkten der Licht-strahlen weit entfernter Lichtpunkte zu liegen scheinen, und die Augenmedien vonihnen daher seihst schon ein dem Beobachter passendes Bild entwerfen.

Das Netzhautbild in d ist bei dieser Beobachtungsweise aufrecht.

Was die Vergrösserung betrifft, so denke mau in b einen leuchtenden Gegen-stand, dessen Bild auf der Netzhaut in a entworfen werden würde. Die rückkehrendenStrahlen bilden ein Bild des Nctzhautbildes, welches nach den vorher auseinander-gesetzte.u Grundsätzen des Augcnleucbtens dein leuchtenden Gegenstände in b eon-gruent, ist. Nennt man ß die Grösse des leuchtenden Gegenstandes und des ihmgleichen Bildes in b, 8 die des vom Beobachter gesehenen Bildes in d, so ist

ß_<x

8 7

Als Maass für die scheinbare Grösse des gesehenen Bildes können wir seineGrösse dividirt durch seine Entfernung von dem sehenden Auge gebrauchen. Be-findet sich das Auge des Beobachters dicht hinter dein Goncavgla.se, so wäre diescheinbare Grösse des Bildes

» _ ß.

7 a

Nennen wir die Entfernung AB nun q, so ist die scheinbare Grösse des Objects 6für das Auge a

P

OL + rj

also etwas kleiner als die des Bildes 8 für den Beobachter. Ist die Sehweite desAuges A sehr viel grösser als q, so kann man q gegen a vernachlässigen, undfindet auch für das beobachtete Auge die scheinbare Grösse des leuchtenden Gegen-standes gleich.

Die Netzhautbilder des beobachteten Auges erscheinen also bei dieser Anord-nung dem Beobachter unter gleichem oder etwas grösserem Gesichtswinkel als dieentsprechenden Gegenstände dem beobachteten Auge.

Daraus ergiebt sieb nun leicht die Vergrösserung der Netzhauttheile des beobachtetenAuges. Ist x die Grösse des auf der Netzhaut in a entworfenen Bildes von ß, undy der Abstand der Netzhaut vom hinteren Knotenpunkte des Auges, so verhält sich

Erjcyklop. 0. Physik. IX. Helmiioltz , Physiol. Optik.