§. 19.
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scenz in hohem Grade zeigen, gehören ausser dem Ghinin noch das mit Urangefärbte Glas, das Aesrnlin, KaliumplatiucYauiir u. s. w.
I)a wir an den (lnoreseirenden Substanzen keine andere Veriindernng be-merken, die Fluoreseenz mag noch so oft hervorgernfen werden, da auch keineWärme dabei zn verschwinden selieint. so müssen wir ans dem Gesetze vonder Erhaltung der Kraft schlicssen, dass die lebendige; Kraft des durch die Fluore-scenz erzeugten Uchtes nicht grösser ist trotz seiner stärkeren Wirkung aufdas Aogc, als die des einfallenden ultravioletten Lichts. Genant! Untersuchungenüber das Vcrhältniss der Helligkeit des durch Fluoreseenz veränderten und un-veränderten ultravioletten Lichts sind noch nicht angestellt. Doch kann manaus gewissen Thatsachen. die später hei Beschreilmng der Methoden erwähntwerden sollen, scldiessen, dass das erstere etwa 1200 Mal heiler ist als dasletztere. Davon, dass die Helligkeit beider Lichter für das Auge wirklich ausser-ordentlich verschieden sei, überzeugt man sich auch ohne Messung, wenn manultraviolettes Licht, welches von allem brechbareren Lichte gehörig gereinigt undin einen Focus vereinigt ist. erst auf einen nicht lluorescirenden Schirm, z. B.weisses Porzellan, und dann auf Gliiniu fallen lässt. Dass das Sonnenspectrum.wenigstens nachdem das Sonnenlicht durch die Atmosphäre gegangen ist, wirklichnicht weiter reicht, als das Auge hei geeigneter Abblcndung des helleren Lichtsultraviolettes Licht wahrnimmt, folgt daraus, dass auch, wenn mau durch Ouarz-prismeu und Ouarzlinscu ein ohjectives Spectrum auf eine Ghininlüsung odereinen anderen lluorescirenden Körper wirft, das Phänomen der Fluoreseenz nurgenau ebenso weit aullritt, als das Auge ultraviolettes Licht wahrnehmen kann.Andererseits aber hat Stokes gefunden, dass das Spectrum des elektrischenKohlenlichts, durch Ouarzapparate auf einen lluorescirenden Schirm geworfen,viel weiter reicht als das Sonuenspectrum. Seine Methode ist also in der Thalgeeignet, auch noch brechbareres Licht sichtbar zu machen, als das Sonnenlichtenthüll, und wir müssen daraus scldiessen, dass das Spectrum des durch dieAtmosphäre gegangenen Sonnenlichts wirklich da aufhört, wo das Auge unddie fluorcscirendcu Körper die Grenze anzcigen. lieber die, Sichtbarkeit derbrechbarsten Theile des elektrischen Kohlenlichts sind noch keine Versuche an-gestellt worden. Der Lichtbogen, welchen die maguetelektriseh inducirten Strömeder Neef scIich llammerapparate im luftleeren Baume gehen, ist zwar verhältniss-mässig reich an ultraviolettem Licht, verglichen mit der geringen Menge wenigerbrechbaren Lichtes, welches er enthält, aber seine .absolute Lichtstärke ist dochzu gering, um eine feinere prismatische Zerlegung zu gestatten.
Auch am anderen Ende des Spectrum gelingt es hei sorgfältiger Abbleudungdes helleren gewöhnlich sichtbaren Lichts Theile des Spectrum sichtbar zumachen, die fiir gewöhnlich unsichtbar bleiben. Genügende Abblendung' ist hiersehr leicht durch ein rotiies Glas, welches mau in den Weg der Lichtstrahleneinschicht, zu erreichen. Oder da die, rothen (mit Kupferoxydul gefärbten)Gläser viel Orange durchlassen, kann man nöthigenlälls zu dem rotheu Glasenoch ein blaues, mit Kobaltoxyd gefärbtes fügen, welche Orange absorbiren,aber das äusserstc Roth ungeschwächt durcldassen. Aber es ist wenig, wasman am rothen Ende durch eine solche Beobachtungsweise gewinnt, verglichen