Buch 
9 (1867) Handbuch der physiologischen Optik / H. Helmholtz
Entstehung
Seite
248
JPEG-Download
 

248

ZWEITER ABSCHNITT. DIE LEHRE VON DEN IIESICIITSEMPEINDUNGEN.

§ io.

Allgemeine analytische Bedingung für die Lage der Brennpunkte.

Wir wollen die optische Länge zweier unendlich naher Strahlen A und II vonihrem gemeinsamen Ausgangspunkte au bis zu einem Brennpunkte hin, wo sie nachbeliebig vielen Brechungen an beliebigen brechenden Flächen von continuirlicherKrümmung wieder Zusammentreffen,Fund WJ W nennen. Die Coordinaten-systeme, nach denen wir die Punkte in den einzelnen brechenden Flächen bestim-men, werden wieder so gedacht, dass ihre zA\c mit den dem Strahle A unge-hörigen Eintällslothcn zusammenfällt, und ihre xy Ebene die brechende Fläche tangirt.

Die Coordinaten der Eintällspunkte des Strahles H seien in der ersten Fläche

x n y l , in der zweiten x 2 , y 2 , ; 2 u. s. w., in der mten x,, y m , z,. Es wirdindessen im Folgenden vorausgesetzt, dass die optischen Längen ausgedriiekt sindals Function der x und y allein, und die z, welche selbst wieder Functionen vonx und y sind, aus diesen Werthen climinirt sind; da übrigens die Strahlen A und Bunendlich nahe sein sollen, werden die Grössen cc,, y x bis x,, y m als unendlichklein betrachtet.

Nach dem TwLOR'schen Satze ist alsdann

W -I- J W

, Tt d W d l F d W

F + - x. -1- x, -L- etc. -I - x mdx, ' dx. 2 dx m

dW d l F

dy , ?/l + d !h 2/2

. , d l P

dyj m -

Es müssen nun beide Strahlen den im ersten Lehrsätze ausgesprochenen Bedin-gungen genügen, d. h. die ersten Dillercntialquotienten von W und von W~\~dWnach x t , y t , x- 2 , i/ 2 etc. x m , y m genommen müssen gleich 0 sein. Dies giebt fürden ersten Strahl

,1ip ,!P ,1 >P

0,

0

und mit Berücksichtigung dieser Gleichungen für den zweiten Strahl folgendesSystem von Gleichungen

dW _dx,

0,

dW _dx. 2

d w

etc.

CL

dW

o ,

dW

etc. -- =

dy I ~

dy t

dy,»

(PWdx 2

d 2 W

x, -+-

dy dx Xl

d 2 Wdx m dx i

d 2 W

djjm dx 1 x '

x, H-

-F-

_£¥_dx t dy,(PW

d u'i<P w

dx m (ly,

(pW

dy m dy 1

2 /,

+- etc. -|-4- etc. -f-

etc.

- y, -I- etc. -|-y l -f- etc. -F-

(P W

dx, dx m

(PW

dy, dx,,,

(PWdx{ n(PWdy m dx,,

x,

-h

OCjn

%ir

-b

(PW

dx, (ly,,

(P W

dy , dy,

(PW

dx», dy,

(PW

dy»,

Um 0

2/m = 0 j

-y m = o

I

2/m = 0

Die Anzahl der Glieder in diesen Gleichungen vermindert sich übrigens dadurchu , d 2 W d 2 W d 2 W

beträchtlich, dass -- und -- und - gleich Null werden, so oft

UxfdXg dxf d y,j dyfdyg

die Indices f und y um mehr als Eins verschieden sind.

Die Zahl unserer Gleichungen ist 2 m und sie enthalten 2m Unbekannte x,, y,bis x m , y m . Da indessen nicht alle diese Unbekannten gleich Null werden dürfen