Band 
II.ter Theil.
Seite
31
JPEG-Download
 

8

tet man das Object nicht ſehen kann, 8g ge man will, wenn man

Von der taͤglichen Bewegung der Erde. 32

Windſtriche und zwiſchen jeden zween Strichen liegt ein Winkelvon n.x Graden. 1—Dieſe Windſtriche werden beſonders von den Seefahrerngebraucht, welche auſſerdem einen Weiſer haben, ihren Lauf zuſteuern und d ſehen zu koͤnnen, wohin das Schiff gehet. Manmuß ſich vorſtellen, daß an einem gegebenen Orte Ebenen durchalle Windſtriche gehen und durch den Mittelpunct der Erde gerich-tet ſind. Die Durchſchnitte dieſer Ebenen und der Oberflaͤcheder Erde geben groſſe Kreiſe, von deren jeden man ſagt, daß er

in dem zu ihm gehoͤrigen Windſtrich liege, wie ſie oben benannt

worden ſind. Z. E. von einem groſſen Kreiſe, der durch ENNOgehet, heißt es, er liege in Nord⸗Nord⸗Oſt; und von den in dem

groſſen Kreiſe belegenen Orten, daß ſie in eben den Windſtrich

liegen. Die grade gegen einander uͤber liegende Windſtriche ſindallezeit in einer graden Linie, als: NNOund SSW, baher liegen ſiein einerley Ebene, und der groſſe Kreis, welcher ihnen zugehoͤret,iſt halb in NNO und 88 W. Wenn dieſe groſſen Kreiſe aufder Erdkugel von einem gewiſſen Puncte gezeichnet werden, undkeiner derſelben gehet durch einen gegebenen Ort, ſo beſchreiberman die Lage eines ſolchen Orts, wenn man angiebt, wie undzwiſchen welchen Windſtrichen ein groſſer Kreis gezeichnet werdenmuͤſſe, der von oben genannten Puncte nach den gegebenen Ortgehet.Solche Einsſchkalggen die zage der Oerter gegeneinander in gewiſſen Windſtrichen angezeiget werden, ſind zu um-ſtaͤndlichen Riſſen von kleinen zandſchaften oder Gegenden unent-behrlich. Man muß ſie gebrauchen, wenn man einen bequemenWeg oder Gemeinſchaft zwiſchen zween Orten errichten will. Mangebraucht ſie auch Landwege grade zu machen, die durch einen

Umweg gehen. Durch den Gebrauch der Windſtriche kann man

den kuͤrzeſten Weg von einem Orte zum andern finden, ungeach-

nur