Band 
II.ter Theil.
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32. Zweytes Capitel.nur weiß, in welchem Windſtrich es liegt. Das Inſtrument,deſſen man ſich dazu bedienen muß, heiſſet See⸗Compaß undwird von allen Schiffern gebraucht, die ohne Landkennung ſegeln.Wir koͤnnen hier die Bemerkung nicht unberuͤhrt laſſen, daß dieEbenen der groſſen Kreiſe, die durch die Richtungen der Wind-ſtriche auf einen Ort gezogen ſind, alle einander in einem undeben demſelben Durchmeſſer ſchneiden. Dieſer Durchmeſſer liegtin des Orts Verticallinie(§. 1.), denn der Durchmeſſer iſt ebenſo wohl als die Lothlinie ſenkrecht auf die Oberflaͤche der Kugel.

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Von der wahren Figur der Erde.

§. 14. 1D' die Figur der Erde rund ſey, erhellet deutlich aus dem

A erſten Capitel. Wir muͤſſen aber nun genauer unterſu-chen, ob die Erde als eine vollkommene Kugel angeſehenwerden muͤſſe? Dieſe Materie kann durch die Mondſinſterniſſe,worin ſich der Erdſchatten allezeit rund zeiget, nicht erlaͤutertwerden. Die Erde kann kugelfoͤrmig, aber ſphaͤroidiſch, das iſt,ablang oder zuſammengedruckt ſeyn. Wenn dieſe Figur der ſphaͤ-riſchen nahe kommt, ſo koͤnnen unſre Beobachtungen den Unter-ſcheid des Schattens von einem Circulbogen nicht entdecken, da-her muͤſſen wir dieſe Wahrheit durch andre Theorien aufzuklaͤrenſuchen. So viel hekannt iſt, ſind deren nur drey, die hiezu die-

nen koͤnnen, naͤmlich: 1. Die Meſſung der Grade auf der Erd-

oberflaͤche. 2. Die Zeiten der Pendulſchwuͤnge. 3. DasGeſetz der Schwere in den Coͤrpern. Wir wollen von derGradmeſſung anfangen, wobey folgendes zu bemerken iſt.

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