Verſuch erhebt, berichtet, daß ſie mit ſeiner eigenen Arbeit bis
Von der Groͤſſe der Erde. 8 51
fand einen Grad zu 28514 Rheinl. Ruthen oder 62392,6 ſchw.
Faden(c). 189 8 1mIm Jahr 163; ſtellte Norwood in Engelland eine Meſ-
ſung auf die Art an(d), daß er den ganzen Weg von Londolt
nach York maß, und fand den Unterſcheid der Breite dieſer Oer-cer 20 28%. Nach einer angebrachten Reduction wegen Ungleich-heit des Weges und der ſchiefen Lage des Weges gegen den Meri-dian ſchloß er, daß ein Grad 367106 engl. Fuß oder 62846,5 ſchw.Faden ausmachte; aber er rieth ſelbſt an, daß dieſe Abmeſſung— Erde genauer geſchehen muͤſſe, als er ſie hatte verrichtenonnen. 1.Riccioli ſieng 1654 an, dieſe Aufgabe nach allen moͤglichen
Arten zu bearbeiten, die er nur hatte ausdenken koͤnnen(e). Er
fand die Groͤſſe eines Grades nach der erſten Meſſung 63486 Bo-non. Schritte; nach der zwoten 63159; nach der dritten 57665;nach der vierten 63696; nach der fuͤnften 63916; nach der ſech-ſten 64042; nach der ſiebenten 63431; nach der achten 64363,
Dieſer lezten Meſſung trauete er ſelbſt am meiſten, und dann
nſte ein Grad 68827 ſchw. Fad. lang ſeyn. Aber dieſe ganze
Arbeit des Riccioli iſt ungewiß, theils wegen Unſicherheit der
eobachtungen, theils wegen der geringen Genauigkeit der In-rumente. Einige Zeit nachher ſoll der beruͤhmte Erdbeſchrei-ber⸗ Bleau am Meerſtrande zwiſchen dem Tepel und der Moſeleine Meſſung angeſtellet haben(f), und ſoll den Unterſcheid derreite zwiſchen den Endpuncten ſeiner Grundlinie zu finden einnſtrument 28 Fuß im Halbmeſſer gebraucht haben. Die Arteer Meſſung und der Ausſchlag ſeiner Arbeit iſt nicht weiter be-kannt, als daß Picard(g), welcher dieſelbe uͤber Snellius2 auf
0 Muſchenbr. Diſffert. de maxgn. terr. 1(d) Seamans Practice C. f. 2
8e) Riceioli Geogr. Reform.(f) Waſl. de Mamheſi. C. 45. H. 40.&E) Voyage AUraniburg, p. 2.“