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144 Seechstes Capitel.In der Mondellipſe LDIEI geſchiehet die Bewegung aufeben die Art, wie es bey der Bewegung der Planeten beſchriebenworden; der Mond beweget ſich naͤmlich von Weſten nach Oſtenoder von L nach D, 1, u. ſ. w. der Mond gehet am langſamſtenbey L., und am geſchwindeſten bey!; und die Winkelgeſchwin-digkeit um T iſt zugleich in L am kleinſten, und nimmt zu bisnach l; und eben ſo auch der ſcheinbare Durchmeſſer; wenn EGin H auf Ll ſenkrecht iſt, ſo iſt ſowohl die Winkelbewegung in Eund G, als auch der ſcheinbare Monddurchmeſſer gleich groß;endlich verhalten ſich die Ausſchnitte J.ITEL. und ETDE wiedie Zeiten, in welchen die Bogen LE und ED zuruͤckgelegetwerden.§. 32. Die Ungleichheit, welche hiedurch in der Win-
kelbewegung um J entſtehet, iſt von ſelbiger Beſchaffenheit, als
bey der elliptiſchen Bewegung der Erde und wird die Gleichungdes Mittelpuncts oder die erſte Ungleichheit des Mondesgenannt. Die Berechnung derſelben geſchiehet auf ſelbige Art,wie§. 32 gelehret worden, und bedarf hier keiner weitern Erklaͤ-rung.
Auſſer dieſer Ungleichheit hat der Mond noch mehrere, wel-che eine naͤhere Betrachtung verdienen, und wir wollen zu deſtogroͤſſerer Deutlichkeit die Aenderungen in ſeiner Bewegung behy-ſeite ſetzen, welche aus der Neigung der Mondbahn gegen die E-bene der Bewegung der Erde oder Eccliptik entſtehen, und dieMondbahn ſo anſehen, als wenn ſie in der Ebene der Eccliptiklaͤge. Wir bemerken da, daß die Centralkraft der Sonne auf
den Mond in verſchiedenen Puncten ſeiner Bahn ungleich wuͤrket,
und daß deswegen der Mond ſeinen Lauf nicht in einer beſtaͤndi-gen Ellipſe erhalten kann, ſondern die Figur ſeiner Bahn ſammtder Lage der Apſiden veraͤndert, welches in der Folge gezeigetwerden wird. Gleichwohl muͤſſen wir auch erinnern, daß dieKraft der Erde auf den Mond die Wuͤrkung der Sonne auf den-ſelben weit uͤbertreffe, ſo daß die Erde den Mond zu einer2 1 gun