Band 
II.ter Theil.
Seite
174
JPEG-Download
 

174 Sechstes Capitel.

Mond halb um eine Axe drehen, indem er von P durch q nach Agehet, und bey A wieder eine ganze Umdrehung vollendekhaben.“ 98Dieſe Bewegung des Mondes um ſeine Axe, die ſo wohlmit ſeinem Gange in ſeiner Bahn zutrift, muß auf eine beſondereArt vorfallen, und duͤrfte in Zukunft zur Entdeckung noch unbe-kannter Wahrheiten fuͤhren. Hier wollen wir nur erinnern, daßſie gleichfoͤrmig iſt, ſo viel man aus den genaueſten Beobachtun-gen abnehmen kann; da naͤmlich die elliptiſche Bewegung desMondes zum Grunde geleget wird, ſo muß der Mond von A bisP ſeine halbe Umlaufszeit angewandt und zugleich eine halbe Um-drehung um ſeine Axe verrichtet haben; aber von A nachwendet der Mond laͤngere Zeit an, als von nach P, und alſohat er auch mehr als den vierten Theil ſeiner ganzen Umdrehungvollbracht, indem er von nach gegangen. Eben ſo mußauch der Mond, in der Zeit, da er nun weiter von P nach qgegangen, nicht voͤllig drey Viertheil ſeiner ganzen Umdrehunggemacht haben; aber bey ſeiner Wiederkunft in A, iſt eine gan-ze Umdrehung vollbracht. Um dies wohl zu verſtehen, mußman ſich einen Kreis oder Ring L. vorſtellen, der in Kum denMond an deſſen Oberflaͤche bey dem Durchſchnitt der Ebene Nnbefeſtiget worden, und die Flecken wohl merken, die man an den

Seiten bey L. und] oder am oͤſtlichen und weſtlichen Rande ſie-

het; dieſer Ring drehet ſich dem Monde gleich um und wird beymehr als eine Viertelumdrehung gemacht haben, alſo kannLl nicht ſenkrecht auf †ſeyn, ſondern der Winkel Tl mußſtumpf ſeyn, und alſo muß die Ebene Nn, welche den ſichtbarenTheil des Mondes von dem unſichtbaren ſcheidet, einen Theivon dem Rande des Mondes, der in A geſehen werden konnte-verbergen; aber an dem weſtlichen Rande bey n einige Fleckenſehen laſſen, die in A unſichtbar waren. In P muß die Ebenewieder mit dem Ringe Ll zuſammenfallen, welcher ſich nun bng

28*