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Von Eintheilung der himmliſchen Sphaͤre. 203Ebenen gehen durch die Are. Auf gleiche Art kann hier allesangewandt werden, was§. 11. von den Ebenen der Meridianeund des Aequators angefuͤhret worden. 8
Auf den groͤſſern kuͤnſtlichen Himmelskugeln ſind die Abwei-chungskreiſe durch jeden fuͤnften Grad des Aequators gezogen.
Derjenige von dieſen Kreiſen, welcher durch das Anfangspunct
des Aequators gehet, iſt wieder in ſeine Grade abgetheilet, welche
von dem Aequator an zu beiden Seiten nach den Polen gezaͤhletwerden, das iſt, von o bis 90 Grad Abweichung in jedem Qua-
dranten. Durch jeden fuͤnften Grad dieſes abgetheilten Abwei-chungskreiſes ſind die Parallele des Aequators gezeichnet. Mit
einem Worte, die Abtheilung des Himmelsgloben iſt ganz gleichmit der, nach welcher der Erdglobe abgetheilet iſt, gemacht wor-
den. Auf dem Himmelsgloben iſt auch ein meßingener Circulbefeſtiget, der hier ſo wie bey der Erdkugel gebraucht werdenkann. Um alſo die Sterne auf dem Himmelsgloben zu zeichnen,wird nur erfodert jeden Sterns Abweichung und grade Aufſtei-
gung zu kennen, und daß das Punet, wo die Gradzaͤhlung an-
faͤngt an dem Himmelsgewoͤlbe ſelbſt beſtimmt ſey. 8Dieſe beſchriebene Eintheilung der himmliſchen Sphaͤre hatihren Urſprung aus der Umdrehung der Erdkugel um ihre Axe
oder aus der ſcheinbaren taͤglichen Bewegung des Himmelsgewoͤl-bes. Wenn wir uns alſo die Erde als ſtillſtehend und folglicheines jeden Orts Mittagskreis als unbeweglich vorſtellen, ſo wirdes einem Beobachter ſo vorkommen, daß die Sterne der Him-
melsſphaͤre nach und nach durch ſeinen Mittagskreis gehen, und
die Zeiten zwiſchen dem Durchgange der Sterne werden ſich wieder Unterſcheid ihrer graden Aufſteigungen verhalten, weil die8 Umdrehung der Himmelsſphaͤre gleichfoͤrmig zu ſeyn ſcheinet. Da-bzer iſt es auch bey den Aſtronomen gebraͤuchlich, die grade Auf-
ſteigungen der Sterne durch die Zeit anzugeben, grade ſo wie es
mit der Laͤnge der Oerter auf der Erdkugel geſchiehet. Man be-
Cc 2 1 greift