Band 
II.ter Theil.
Seite
234
JPEG-Download
 

233 Seebentes Capitel.

findet man, daß ſie aus einer Schaar kleiner Sterne beſtehen,

die in einem kleinen Nebel eingeſchloſſen ſind; einige beſtehen aus

ſolchem kleinen Nebel, ohne daß ſich Sterne dabey finden, undwiederum andre ſind nichts, als ein Haufen kleiner Sterne, diewegen ihres ſchwachen Scheins, wie ein Nebel, ausſehen. Ebenſo unterſchieden ſiehet die Milchſtraſſe an verſchiedenen Stellenaus, ſo daß die neblichten Sterne ſo angeſehen werden koͤnnen,als wenn ſie zur Milchſtraſſe gehoͤreten. Aber dies neblichteAusſehen der Milchſtraſſe und bey vielen andern Sternen iſt et-was ganz beſonderes. Denn ob ſelbiges gleich zuweilen von demſchwachen Schein vieler Sterne hergeleitet werden kann, wennſelbige nahe beyſammen ſtehen, ſo laͤſſet ſich doch dieſe Erklaͤrung 2nicht uͤberall anwenden, ſondern man iſt genoͤthiget zuzugeben,daß die Milchſtraſſe und alle neblichte Sterne, von welchen man

nicht findet, daß ſie aus lauter kleinen Sternen beſtehen, die

gleichſam in Haufen beyſammen ſitzen, in Sammlungen einerleuchtenden Materie beſtehen, welche an dieſen Gegenden in demWeltraum ausgebreitet iſſt. Ein Gedanke, der doch mehr eineVermuthung iſt, als fuͤr bewieſen zu achten iſt, denn in einem ſoerſtaunlichen Abſtande kann man ſich mit ſeinem Urtheile nichtenbers forthelſkel. gGG“ ZZöö1Es iſt ſchon§. 57 angefuͤhret, daß Hipparch das Vorrü-cken der Nachtgleichen entdeckt habe, hier duͤrfen wir nun die Ur-ſachen dieſer Erſcheinung nicht unberuͤhrt laſſen. Wenn wir unsdie Bewegung der Erde um ihre Are vorſtellen, ſo koͤn-nen wir jedes Theilchen der Erde als einen Coͤrper anſehen, derin einem kleinen Kreiſe laͤuft, deſſen Ebene der Ebene des Aequo-kors parallel iſt, und wir koͤnnen ſo wohl die Wuͤrkung der Son-ne als des Mondes auf dieſen Kreis betrachten, auf eben die.