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braucht, wie auf dem Erdgloben den Abſtand der Oerter zu fin-
den. Wenn man 3. E. den Abſtand zwiſchen den Arctur und
der Leyer, den helleſten Stern der Harfe ſucht, ſo legt man den
Höoͤhequadranten oder die duͤnne meßingene Scheibe mit ihrer ab-getheilten Seite an den Aretur und paſſet den Anfangspunct anden Stern, alsdann drehet man den Quadranten bis dieſelbigeSeite uͤber die Leyer gehet, ſo zeiget der Hoͤhenquadrant, daß derAbſtand ungefaͤhr 59½ Gr. iſt. Die trigonometriſche Ausrech-
nung giebt dieſen Ahſtand 590 44 46, ½. Wenn der Abſtand
alſo nicht auſſer Acht gelaſſen werden.
groͤſſer als 900 iſt, ſo kann der Hoͤhenquadrant nicht gebraucht
werden, ſondern man muß ſich eine laͤngere Scheibe ſchaffen, deren
Gradzahl zureichlich groß iſt, aber ſo daß die Grade den Gradender groſſen Circul gleich ſind.Wir muͤſſen hier noch der ſcheinbaren Veränderungen der
Sterne wegen der Vorruͤckung der Nachtgleichen, Schwankungder Erdaxe und Abirrung des Lichts erwaͤhnen. Von dieſen ſind
die Wuͤrkungen der zwo leztern allezeit ſo geringe, daß ſie auf dengewoͤhnlichen Globen nicht geſucht oder bemerket werden koͤnnen;aber die Folgen der Vorruͤckung der Nachtgleichen muͤſſen fuͤr einegroͤſſere Laͤnge von Jahren allzu bedeutend werden, und koͤnnenGleichwohl kann mandieſelbe auf einen Himmelsgloben nicht ausmachen, ehe wir er-klaͤret haben, wie die Laͤngen und Breiten der himmliſchen Cöͤr-
per auf dem Globen ausgefunden werden muͤſſen. Wenn derHimmelsglobe auf die Polhoͤhe von 660 32“, wie§. 68. bereits
gelehrt worden, geſtellt iſt, und die Coluren der Sonnenwendeunter den meßingenen Meridian, aber der Anfangspunct desWidders in Oſten lieget, ſo wird die Eceliptik mit dem Horizontzuſammen fallen. Alsdann befeſtiget man den Hoͤhequadranten
1“ in dem Pol der G der nun auch das Zenith des
Hori-
Vom Nutzen und Gebrauch der Globen. 319te gewoͤhnliche Hoͤhenquadrant wird hierzu auf gleiche Art ge-