iſt, ſo iſt ſie auch 18 Grad unter dem Horizont des erſternOrts, dahero daſelbſt die Daͤmmerung anfangen
Zehntes Capitel.Von der Fehlweiſung des Magneten.
8
§. 74.
Acf den Charten, welche den Erdgloben vorſtellen ſollen, wie
auch auf den Globen ſelbſt, ſind einige krumme Linien ge-zeichnet, welche die Richtung der Magnetnadeln beſchreiben ſol-len. Se ſiehet man auf den ſchwediſchen Globen eine doppelteLinie, die ſich an der Kuͤſte von Corolina in 32 Grad Breite an-faͤnget, und ſich durch das atlantiſche Meer kruͤmmet, ſo daß ſieden Aequator im 340ſten Grad ſchneidet; alsdann gehet ſie weiter
ſchief gegen die Merldiane und ſcheinet den erſten Meridian zwi-
ſchen den 60. und 7oſten Grad in der ſuͤdlichen Halbkugel zu ſchnei-den. In dieſer Linie weiſet eine Magnetnadel, die horizontalliegt, grade nach Norden und Suͤden; aber an den Seiten die-ſer Linie weichet ſie entweder nach Weſten ab, als in der Gegendvon Africa und der Nordſee, oder nach Oſten, als bey den weſt-indiſchen Inſuln und ganz America. Die Abweichung der Mag-netnadel von dem rechten Nord⸗ und Suͤdſtrich heiſſet ihre De-clination, und die nun beſchriebene Lnie, wird von den Natur-kundigen fuͤr den magnetiſchen Meridian gehalten. Die Decli-nation des Magneten wird groͤſſer, wenn der Abſtand von dieſerWeltbeſchr. I Theil. 1I Linie
. Vom Nutzen und Gebrauch der Globen. 332