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344 858 Zehntes Capittel.
Wenn man alſo bedenket, daß dieſe Puncte ſich faſt diametrali-ter entgegengeſetzt ſind, und daß der Unterſcheid von dem Unter-ſcheide der Zeit der Beobachtungen herruͤhren koͤnne, durch welchedieſe Puncte beſtimmt worden, ſo iſt ſehr wahrſcheinlich, daß dermagnetiſche Aequator ein groͤſter Circul ſey, und daß man nichtmehr als zween magnetiſche Pole auf der Erde finden werde.Mehr Verſuche, welche in dieſem Aequator bey einem Unterſcheidder Laͤnge von 180 Graden angeſtellet werden koͤnnen, werden die-ſen Satz ins Licht ſetzen, ſo bald ſie geſammelt werden koͤnnen.Wenn man gleichfals aus ſichern Beobachtungen die Durch-ſchnittspuncte und Neigung des magnetiſchen Aequators mit dem
Aecquator, welchen die taͤgliche Bewegung der himmliſchen Sphaͤ-re giebt, ſinden koͤnnte, ſo koͤnnten auch die Beobachtungen in
den uͤbrigen Puncten des magnetiſchen Aequators hiebey zur Průů-fung dieſes Satzes angewandt werden. kü⸗ 2
Aus alle dieſen erhellet, daß die Theorie von der magneti-ſchen Erde noch in ihrem Anfange iſt. Es gehoͤret fuͤr die tieß-ſinnigſten Geometer, die Figuren der magnetiſchen Declinations-und Inclinationslinien, wie Euler im Jahr 1757, auszurechnen,aber ſie aus Wahrheiten, die bekannt oder abgemacht ſind, her-zuleiten, und mit guten und gleichzeitigen Beobachtungen zu ver-gleichen. Hiezu wuͤrde man die Beobachtungen der Inelina-
tion der Magnetnadeln ſehr brauchbar finden, die Rechnungen zu
berichtigen oder auszufeilen, ſo wie Euler allein die beobachtetenDeclinationen zu Huͤlfe genommen und gebrauchen wollen. DieSchwuͤrigkeit, welche er von der Lage des magnetiſchen Aequa-tors anfuͤhret,(c) ſcheinet freylich bey dieſer Arbeit viele Ver-wirrung zu verurſachen; aber wenn man einige Fehler auf dieBeobachtungen, die er gebraucht hat, werfen muß, ſo bleiben
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Ic) Mem. de PAcad. de Berlin 1766 p. 263.