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Buck II. Kap. 1. §. 16.
oben und nicht nach unten zu, sondern zugleich nach beiden undnach allen Seiten, und ernähren sich und leben immerfort, so langesie Nahrung zu sich nehmen können. Und diese Kraft (der Seele)lässt sich bei sterblichen "Wesen von den andern getrennt denken,die andern von dieser dagegen nicht. Das ist offenbar bei denGewächsen, denn in ihnen waltet keine andere Kraft der Seele.Diesem Princip nach waltet also das Leben in allem Lebendigen.
7. Die Seele ist die Ursache und das Princip des lebendigenKörpers. Das sagt man aber in verschiedenem Sinn. Auf diedrei unterschiedenen "Weisen zugleich ist die Seele Ursache, erst-lich der Bewegung an sich, sodann des Zwecks der Bewegung,und endlich des Wesens der beseelten Körper. Dass sie derenWesen ausmacht, ist klar, denn der Grund alles Seins ist dasWesen, das Sein alles Lebendigen ist das Leben, und dessenGrund und Princip die Seele. Uebrigens ist der Begriff des derMöglichkeit nach Seienden die Entelechie. Es leuchtet aber ein,wie die Seele auch Ursache des Wozu (des Zwecks der Bewegung)ist; denn wie der Geist mit Absicht wirkt, so auch die Natur,und dies ist für sie Zweck. So ist demnach in dem, was lebt, dieSeele beschaffen. Alle Naturkörper sind Organe der Seele, diethierischen sowohl wie die pflanzlichen: der Seele wegen sind sie.
8. Auch das in den Pflanzen befindliche Princip scheint eineArt Seele zu sein. Sie allein kommt den Thieren und Pflanzengemeinsam zu; dieselbe lässt sich unterscheiden vom empfindendenPrincip, nichts aber hat Empfindung ohne sie.
9. Von den genannten Seelenkräften walten, wie gesagt, hieralle, dort einige, dort eine einzige. Wir unterschieden aber dieernährende, verlangende, empfindende, ortsbewegende, denkendeKraft der Seele. In den Pflanzen waltet allein die ernährende.
10. Die Ernährung waltet in allen Pflanzen sowohl als Thieren.
7 ) De anima 11 , cap. 4. pag . 415 b.
8 ) Ibid. /, cap. 5. pag. 411 b.
0 ) Ibid. 11 , cap. 3. pag. 414 a.
10 ) Ibid. 111, cap. 9. pag. 432 a.