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Buch II. Kap. 1. §. 10.
. ... so müssen wir die Wirkungen derselben erläutern, sowohldiejenigen, bei denen die activen thätig sind, wie auch die Artender passiven a ). Zuerst ist nun überhaupt die einfache Erzeugungund natürliche Veränderung das Werk dieser Kräfte, und die ihrentgegengesetzte naturgemässe Zerstörung, wie sie in den Pflanzenund Thieren und deren Theilen waltet. Es findet aber die ein-fache und natürliche Erzeugung durch diese Kräfte nur da statt,wo sie der besondern Natur der zum Grunde liegenden Materieentsprechen; und diese Kräfte sind die genannten passiven. DieWärme aber und die Kälte erzeugen dann, wenn sie die Materiebeherrschen. Beherrschen sie dieselbe nicht, so entsteht theil-weise Gebrühtsein und Ungarheit b ); wogegen der einfachen Er-
diese vier einfachen Körper, die auf ihnen beruhen, als Synonyma behandelnkonnte, ohne sich einer Inconsequenz schuldig zu machen. Hier in unsrerStelle sind Ursachen der Elemente eben jene vier principiellen Elemente.!
a) Diesen Nachsatz , nebst einer langen Parenthese, lässt Wimmer aus,und macht das Folgende zum Nachsatz, wodurch die an sich schon etwasdunkle Gedankenreihe noch dunkler wird.
b) Zu besserm Verständniss dieser und einiger später vorkommendenStellen setze ich die vollständige aristotelische Terminologie der einfachen,d. h. nicht von seinesgleichen, sondern unmittelbar von der Natur ausgehen-den Erzeugungen hierher. Sie findet sich bei Aristoteles in den un-mittelbar auf unsre Stelle folgenden Kapiteln des Mb. 7U »ieteoronua, soll aber,wie Aristoteles nicht oft genug wiederholen kann, nur gleichnissweise ver-standen werden.
I. Wirkungen der activen Elemente :
A. Der Wärme, Garheit prs'i/us). Deren Arten sind:
1) Keife (ninca’ais ), bei den Früchten, aber auch andern Dingen.Durch sie wird der Körper ausgedehnt, das Luftige bekommt einemehr wässrige, das W r ässrige eine mehr erdige Beschaffenheit.
2) Kochung (hprjaig), die im Feuchten durch feuchte Wärme er-zeugte Garheit. Von der umgebenden Feuchtigkeit nimmt dasGekochte nichts auf, es wird vielmehr trockener, weil die innereWärme von der äussern überwältigt ist. W'as keine Feuchtigkeitenthält, wie Steine, oder so dicht ist, dass sie sich nicht austreibenlässt, wie Holz, das erleidet keine Kochung.
3) Bratung (o7rrtjai ;), wird durch fremde Wärme und Trockenheitbewirkt, ohne Verlust der innern Feuchtigkeit.