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Erster Band.
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Buch II. Kap. 1. §. 16.

ist undeterminirte Feuchtigkeit. Folglich ist die Rohheit entwederluftartig oder wässrig oder beides zugleich. Da aber die Reifeeine gewisse Vollendung ist, so muss die Rohheit Unvollendum«-sein. Die Unvollendung entsteht aber aus dem Mangel der natür-lichen "Wärme, und ihrem Missverhältnis? zu dem "Wässrigen, wasgereift werden soll. Doch kein Feuchtes reift für sich allein ohneein Trockenes; denn das "Wasser für sich allein verdichtet sichnicht aus dem Feuchten a ). So tritt denn Unreife ein entwederwegen geringer "Wärme, oder wegen Uebermass der zu detcr-minirenden Materie. Daher sind die Säfte des Unreifen dünn undmehr kalt als warm, und weder essbar noch trinkbar.

67. Fäulnis? ist die Verderbniss der eigenen und natürlichen"Wärme in jedem Feuchten durch fremde "Wärme, die sich in seinerUmgebung befindet. Daher, indem es (das Feuchte) Mangel an"Wärme leidet, das b ) dieser Kraft Ermangelnde aber durchaus kaltist, mag wohl eine doppelte Ursache, und die Fäulnis? ein ge-meinsames Erleiden sein sowohl der eigenen Kälte, wie auch derfremden "Wärme. Deshalb wird auch alles Faulende trockener,und endlich Erde und Dünger. Denn mit dem Ausgehen dereigenen "Wärme verdunstet zugleich die natürliche Feuchtigkeit,und es bleibt nichts, was die Feuchtigkeit anzieht; denn das An-ziehen bewirkt die natürliche Wärme.

V. Von den Stufen des Leben s u n d v o m T o d e.

68. Princip und Grund davon (dass Land und Wasser wech-seln) ist, dass auch das Innere der Erde, gleich wie die Pflanzenund Thicre, einen Gipfel des Lebens und ein Alter hat, dochmit dem Unterschiede, dass bei diesen jene Zustände nicht Theilum Theil eintreten, sondern alles zugleich gipfelt und vergeht:

a) Diesen Satz übergeht Wimmer.

37 ) Meteoror. cop. 1. pag. 37U a.

b) Ich übersetze nach der Beckerschen Lesart, wiewohl die Wimmersche-denselben Sinn giebt.

38 ) Meteoror. /, cap. 14. png. 351 a.