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Buch II. Kap. 1. §. 16.
Nahrung gar und kräftig, aus welcher die zahmen Früchte be-stehen. Was nun aus solcher Zähmung entsteht, wird zahm ge-nannt , weil es mit Hülfe der Kunst gleichsam Erziehung genossenhat; was das aber nicht kann, oder aus Materie von entgegen-gesetzter Beschaffenheit besteht, das ist wild und entsteht nichtauf gebauetem Lande. Denn das grade zerstört ") der erziehendeLandbau, indem es aus Verdorbenem entsteht. Und der Art istauch die Kapper.
100. Die meisten Fische gedeihen, wie früher gesagt , besserin regnigten Jahren. Denn dann haben sie nicht nur mehr Nah-rung, sondern das Regenwasser ist überhaupt zuträglich, auchdem, was aus der Erde erwächst. Denn auch die Gemüse, ob-schon begossen, gerathen gleichwohl beregnet besser. Eben soverhalten sich die Wiesengräser; sie wachsen so zu sagen garnicht ohne Wasser.
101. Am meisten verändert sich in Folge des Wassers, wasan sich einfarbig einer vielfarbigen Gattung angehört. Einigenmacht die Wärme das Haar weiss, andern die Kälte schwarz, wieauch bei den Pflanzen.
102. Wie viel Geschmäcke in den Fruchthüllen, so viel waltenoffenbar auch in der Erde. Daher auch viele der alten Physio-logen sagten, so vielartig sei das Wasser, wie der Boden, durchden es rinne. Am deutlichsten ist das bei den salzigen Wassern;
denn die Salze sind eine Art Erde . Es versteht sich aber,
dass die Arten des Geschmacks vorzüglich bei den GewächsenVorkommen.
103. Seiner Natur nach nun will das Wasser geschmacklossein. Aber nothwendig muss das Wasser entweder die Arten desGeschmacks, ihrer Geringfügigkeit wegen unwahrnehmbar, in sichselbst haben, wie Empedokles sagt, oder es muss ihm irgend eine
a) (fdfCyei , statt <f {ott, nach Wimmers Verbesserung.
100 ) Histor. animal. VIII, cap. 19. pap. 001 a.
101 ) De gcnerat. animal. V, cap. 6. pap. 706 a.
102 ) De sensu et sensib. cap. 4. pap. 441 a. b.
103 ) Ibid. pap. 441a — b.