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Erster Band.
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Buch II. Kap. 1. §. 16.

VIII. Von der E r z e u g u n g der Pflanzen.

106. Einiges ist ewig und göttlich, anderes kann es seinwie auch nicht sein. Das Höhere und Göttliche ist aber bei dem,welchem es zu Theil ward, seiner Natur nach immer die Ursacheeines Höheren; das Nichtewige dagegen kann niedriger oder höhersein, oder auch an beidem Theil nehmen; die Seele aber ist einHöheres als der Leib, das Beseelte als das Unbeseelte, und dasSein als das Nichtsein, das Leben als das Nichtleben. Aus diesenUrsachen erklärt sich die Entstehung der Thiere. Denn wenndie Natur irgend einer Gattung nicht ewig zu sein vermag, so istdas Gewordene doch in so weit ewig, als es das zu sein vermag.Nun vermag sie es der Zahl nach nicht a ), — denn das Wesenist jedem Dinge für sich eigen; wäre es nun einem Dinge (derZahl nach möglich), das wäre ewig — ; wohl aber der Art nachvermag sie es. Deswegen ist ewig die Gattung der Menschenund Thiere, und die der Pflanzen.

107. Alles, was von Natur entsteht, das entsteht so entwederimmer oder meistens, und was ausserdem noch, das entsteht vonselbst und durch Zufall. Aus welcher Ursache entsteht nun immeroder meistens vom Menschen ein Mensch ? vom Weizenkorn einWeizenkorn, und keine Olive? Oder warum bildet sich einKnochen grade so? Denn nicht, wie Empedokles sagt, wie esgrade trifft, sondern vernunftmässig verbindet sich das, was ent-steht. Was ist die Ursache davon? Wahrlich, weder das Feuer,noch die Erde; eben so wenig die Liebe und der Hader, wovon

eine gewaltsame Veränderung nöthig machen. Läse man aber y.al Trent, undsetzte vor diese Worte ein Kolon oder Punctum, so liiesse es im Zusammen-hänge mit dem Folgenden so: sowohl über die gemeinschaftliche Ursachedavon, wie auch über die andern Erleidungen der Haare ist nun genug ge-sagt, u. s. w. — Doch dergleichen stelle ich den Philologen anheim.

IOC) De generat. animal. II, cap. 1. paq. 731 a. b.

a) Das heisst, das Einzelwesen der Gattung vermag es nicht. Vergl.Nr. 14.

107) De general, et corrupt. II, cap. 0. pag. 333 lt.