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Buch II. Kap. 1. §. 16.
Doch von den Pflanzen ist in andern Büchern gehandelt. Beiden Thieren ist aber das Zeugen nicht das einzige Werk; zwarkommt dies allen Thieren zu, zugleich aller haben alle Theil aneiner gewissen Erkenntniss, diese an einer höhern, jene an einergeringem, noch andere an einer sehr geringen; denn sie habensinnliche Wahrnehmung, und diese ist Erkenntniss. . . . Durch diesinnliche Wahrnehmung unterscheiden sich aber die Thiere vonden bloss Lebenden. Weil aber, was ein Thier ist, nothwendigauch leben muss, wenn es das Werk eines Lebendigen verrichtensoll, so paart es sich und zeugt und wird, wie wir sagten, einePflanze. Die Schalthiere aber, die das Mittel des Lebendigenausmachen zwischen den Thieren und Pflanzen, verrichten, da sieihre Entstehung von beiden haben, keins der beiderlei \\ erke.Denn da sie Pflanzen sind, so haben sie nicht ein Männliches undein Weibliches, und zeugen nicht in einem Andern; und da sieThiere sind, so tragen sie nicht, wie die Pflanzen, Frucht aussich selbst: sondern sie bestehen und werden aus einer erdigenund feuchten Verbindung.
119. Da bei den vollendeten Thieren das Männliche und dasWeibliche getrennt sind, und wir behaupten, dass diese Kräfte diePrincipien aller Thiere und Pflanzen sind, diese aber dieselbenungetrennt, jene getrennt besitzen: so ist von der Entstehungdieser zuerst zu handeln.
120. Bei den Pflanzen nun ist das Männliche und Weiblichenicht getrennt; bei den Thieren aber, bei denen es getrennt ist,bedarf das Männliche des Weiblichen.
121. Es bleibt (nach Widerlegung anderer Meinungen) nurübrig, dass die Bienen, so wie offenbar einige Fische, ohne Be-gattung die Drohrrcn gebären, also, in sofern sie gebären, zwarweiblich sind, doch gleich wie die Pflanzen das Männliche und
119 ) De generat. animal. IV, cap. 1. pag. 703 b.
120 ) Ibid. II, cap. i. pag. 741 a.
121 ) Ibid. 111. cap. 10. pag. 759 b.
S.