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Erster Band.
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Buch II. Kap. 1. §. 16.

Weibliche bei sich selbst haben. . . . Denn weiblich darf mannicht nennen, worin das Männliche sich nicht geschieden hat.

122. Wie bei den Sehalthieren und Pflanzen Eins zwar zeu^tund gebiert, aber Keins das Andere befruchtet, so auch unter denFischen die Gattungen Psetta, Erythrina, Channa; denn alle diesehaben offenbar Eier.

123. Da aber bei diesen (den Menschen Thieren und Pflan-zen), das Princip das Weibliche und das Männliche ist, so wirdbeides der Zeugung wegen in denselben sein. Und da die Ursache derersten Bewegung, in der die Vernunft und die Form waltet, besserist uud göttlicher als die Materie, so ist es auch besser, dass dasHöhere vom Geringerön getrennt sei a ). Daher das AVeiblicheund Männliche bei Allen, bei denen es angcht, und so weit esangeht, getrennt sind. Denn besser und göttlicher ist das Prin-cip der Bewegung, welches als das Männliche waltet in den Wer-denden ; Materie aber ist das Weibliche. Zum M erk der Zeuffunsrverbindet und vermischt sich aber das Männliche mit dem M"eib-lichen, denn dieses ist beiden gemeinsam. In wiefern nun etwasTheil hat am M"eiblichen und Männlichen, so lebt es, — und da-rum haben auch die Pflanzen Theil am Leben; in wiefern es aberEmpfindung hat, gehört es zur Gattung der Thiere.

124. Indess könnte man fragen, wenn das Weibliche dieselbeSeele hat, und wenn seine Aussonderung die Materie (das zuErzeugende) ist, wozu es des Männlichen bedarf, und warum esnicht aus sich selbst zeugt? Der Grund ist, dass das Thier sichdurch die Empfindung von der Pflanze unterscheidet. ... Ist esnun das Männliche, welches, wo M’eiblickes und Männliches ge-trennt sind, diese (die empfindende) Seele bewirkt, so kann dasM eibliche aus sich selbst kein Thier erzeugen. So viel über die

122) Hislor. animal. IV, cap. 11. pag. 53b a.

123) De generat. animal. 11, cap. 1. pag. 732 a. Schliefst sieh unmittelbaran den Satz Nr. 100.

a) Ich übersetze nach Bekker.

124) Ibid. II, cap. 5. pag. 741 a.