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Erster Band.
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Buch II. Kap. 1. §. IG.

eben so Rebenbrut Oelbaumantlitzes, oder nicht? Das wäre wider-sinnig; gleichwohl, wenn bei den Thieren, müsste es so sein;auch in den Samen müsste entstehen, was eben der Zufall fügte.Wer das sagt, hebt aber die Naturdinge und die Natur gänzlichauf. Denn Naturdinge sind die, welche, von einem innern Prin-cip fortdauernd bewegt, zu einem gewissen Ziel kommen.

]4(1. Ereignet es sich, dass aus Einem Samen mehr als Ein(lesammtwesen entsteht,.... so liegt der Grund davon vermuthlichin der Materie und den sich bildenden Leibesfrüchten. Daherauch derlei Missgeburten bei den nur Ein Junges gebührendenThieren äusserst selten, bei den viele Junge gebärenden öfter, undam meisten bei den Vögeln Vorkommen. . . . Weshalb sie auch oftDoppeleier legen. Denn wegen des nahen Aneinanderseins ver-wachsen die Leibesfrüchte, wie mitunter auch viele Fruchthüllen.

147. Die Missgeburt ist etwas gegen die Natur, doch nichtgegen die ganze Natur, sondern nur gegen ihre gewöhnliche Art;denn dem, was die Natur immer und nach Nothwendigkeit thut,geschieht nichts entgegen, sondern nur dem, was zwar gewöhnlichso geschieht, doch auch anders erfolgen kann. Aber auch da, wosieh etwas zwar gegen diese Ordnung, immer jedoch nicht blosszufällig ereignet, scheint eigentlich keine Missgeburt zu sein, weildasselbe gewissermassen irenen und nach der Natur ist, falls nichtdie Naturgestaltung den Naturstoff überwältigt. Daher man der-gleichen nicht Missgeburten nennt, auch nicht bei andern Dingen,bei denen es vorzukominen pflegt, wie bei den Fruchthüllen. Sogieht es einen Weinstock, den Einige Kapnion (den rauchfarbenen)nennen. Trägt der nun schwarze Trauben, so hält man das fürkeine Missgeburt, weil er es öfter zu thun pflegt. Der Grunddavon ist, dass er zwischen dem Wcisscn und Schwarzen dasMittel hält, so dass der Uebergang nicht gross und nichtnaturwidrig erscheint. Ist er doch kein Uebergang in eine nadereNatur.

147) De general, animal. IV, cap. 4. pag. 770 b.Meyer, Gesell, d. Botanik. I.

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