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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2. §. 17.

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genug zu lohen ist dabei die Gewissenhaftigkeit, mit der er das Nichtselbst beobachtete von dem Selbstbeobachteten unterscheidet: undda er sich weit öfter auf ilie Bewohner weit aus einander liegenderGegenden, als auf Schriftsteller beruft, so scheint es doch, alshätte er dergleichen Nachrichten auf eigenen Keisen gesammelt.Er liebt es, die Verschiedenheiten der Vegetation verschiedenerGegenden einander gegenüber zu stellen. Bei dieser Neigungkonnte er oft nicht vermeiden, wo zuverlässigere Nachrichtenfehlten, vorläufig minder zuverlässige zu benutzen. Würde erwohl jemals diese Richtung genommen haben, wenn ihn nichteigene Anschauung von dem grossen Piinfluss verschiedener Kli-mate und Localitiiten auf die Vegetation überzeugt hätte? welcheReisen er gemacht, wie weit er sic ausgedehnt, und wie er siebenutzt, wird sich auch bei dem sorgfältigsten Studium seinerWerke für diesen Zweck niemals entscheiden lassen; vergessen wirindess nicht, dass der wahre Naturforscher selbst im beschränktenKreise oft mehr sieht, als Andere auf einer Weltumsegelung.Darf ich noch eine Vermuthung aussprechen, so meine ich, Theo-phrastos habe seine grossen botanischen Werke wohl erst inspätem Jahren geschrieben, als Körperschwäche ihn, wie wir vonDiogenes Lacrtios wissen, sich eines Tragsessels zu bedienennöthigte; die Materialien dazu habe er aber in frühem Jahrenwenigstens grossentheils auf Reisen gesammelt. Unter dieser Vor-aussetzung können uns oft mitten in einer Reihe trefflicher Beob-achtungen einzelne Lücken, wie z. B. die von Sprengel gerügtein Betreff des BUithenstandes der Linde, nicht befremden.

Einen Gart en, den er seit Aristoteles Tode gemeinschaftlichmit Demetrios Phalereus, seinem .Schüler und zehn Jahr langRegenten Athens , besass, vermachte er nebst dem damit ver-bundenen Säulengange und andern Gebäuden seiner Schule. Soerzählt uns Diogenes Lacrtios'), kaum glaublich ist aber, wasNeuere daraus machten. Schon Haller 2 ) setzt etwas hinzu, wenn

)) Diog. Laert . V, cap, 2 secl. 36 et 62 , cap, 0 76*

-) Haller bl bl. bot. J , pag. 34.