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Erster Band.
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Buch II. Ivap. 2. §. 17.

er sagt: „Er besass selbst einen Garten, um die Erscheinungender Gartenpflanzen in der Nähe betrachten zu können.“Näher an die Ueberlieferung hielt sich Sprengel in seiner Historiarei herbariae 1 ): in seiner Geschichte der Botanik 2 ) spricht eraber statt des Gartens überhaupt von einem P f 1 a nzen gart en ,was, wenn es sich auch anders deuten lässt, doch jeden Botanikerunwillkürlich an das französische Jardin des plantes, d. h. bota-nischer Garten, erinnert. Zu einem solchen hat ihn denn auchohne Zweifel im Vertrauen auf Sprengel, ich weiss nicht, ob Cu-vier 3 ) selbst, oder der Herausgeber seiner Vorlesungen Saint-Agy,erhoben, zu einem Garten, „in welchem er eine beträchtlicheMenge exotischer und einheimischer Pflanzen zu-sammen gebracht hatte.“ Dem Urheber dieses Ausspruchsahnete nicht, dass die wissenschaftliche Bedeutung dieses Gartensseitdem von Schneider 4 ) mit liecht in Zweifel gezogen, und balddarauf von Sprengel 5 ) vielleicht nur zu sehr herabgesetzt ward.Denn nunmehr sagte letzterer: „Wie viel Pflanzen er in seinemGarten, den er seiner Schule hinterliess, mit Beihülfe des Deme-trios von Phaleros gezogen , das wissen wir nicht; aber gross warseine Kenntniss von Gewächsen auf keine Weise, und den Bau

1) Sprengel Hist, rei herb. 11, pag. 70, wo, wie auch im folgendenWerke Demosthenes statt Demetrios steht.

V) Desselben Gesell, der Bot. I. Seite 54.

5) Cuvier , histoire des Sciences naturelles depuis lenr origine jusqu’ä unsjours chez tont les peuples connus, prnj'essee an College de France . CompleMe, redigee,annotte et publitfe par Hl. M a g d e 1 e in e de Saint-Agy. Tom 1, /'S / / . pag.177. — Man muss besonders den ersten Theü dieses Werks, dem laut derVorrede keine stenographischen Berichte zum Grunde liegen, mit grosser Vor-sicht gebrauchen. Die Urtheile, zumal über zoologische und anatomischeLeistungen, sind meist sehr treffend, die historischen Angaben äusserst un-zuverlässig.

4) Theophr. opera, edid Schneider V, pag. 229.

5) Theophr. Naturgescli. d. Gew. übers, v. Sprengel II. S. 4. — Könnteman das, was jeder seinen Vorgängern und ihren Erfindungen (also auch demMikroskop) verdankt, abrechnen, bei wem bliebe dann wohl mehr Pllanzen-kenntniss übrig, bei Theophrastos oder bei Sprengel?