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Erster Band.
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154 Buch II. Kap. 2. §. 18.

und nicht selten eignet dieser dein Theophrastos zu, was jener fürein aristotelisches AVerk ausgiebt.

I eberhaupt ruht auf dem A T erhältniss des Theophrastos zumAristoteles als Schriftsteller ein wunderbares Dunkel, was nochniemand, so viel ich weiss aufzuklären versucht hat. Viele Schriftensehr verschiedenen Inhalts sollen beide unter ganz gleichen Titelnverfasst haben, so dass es scheint als hätte der Schüler einengrossen Tlieil der A\ erke seines Kehrers zum zweitenmal ge-schrieben. Das wäre bei abweichenden Grundansichten beiderleicht möglich, bei ihrer, so weit wir darüber urtheilen können,fast durchgängigen LTebereinstimmung lässt es sich schwer be-greilen. Einige Schriften werden von verschiedenen späterenSchriftstellern bald diesem bald jenem zugeeignet. Dazu kommt,dass Theophrastos selbst den Aristoteles niemals eitirt, auch dannnicht, wenn er mitunter dessen Aussprüche fast wörtlich wieder-holt. Sollte Theophrastos den Aristoteles absichtlich geplündert,oder gar ganze AAerkc desselben mit unerhörter Frechheit für dieseinigen ausgegeben haben? Das hätte nicht unbemerkt bleibenkönnen, und streitet mit allen Zeugnissen über das innige Ver-hältniss des Schülers zu seinem Lehrer und Meister. Jene IJeber-einMmmung der Titel und jenes Schwanken in der Angabe ihrerWrfasser ward schon oft bemerkt, man darf nur das A'erzeiclmissder AA r erke beider Philosophen bei Fabricius durchgehen, um sichdavon zu überzeugen. Für die AATederholung aristotelischer An-gaben bei Theophrastos finden sich ein paar auffallende Belegegleich im ersten Kapitel der Pffanzengeschichte, von dem ichunten eine vollständige Uebersetzung mittheilen werde. In deraus Aristoteles mitgetheilten Stelle Xr. 105 lasen wir die A r er-gleichung des Laubfalls mit dem A r erlust der Federn und Haarebei den Thieren. ganz dasselbe werden wir in jenem Kapitel desTheophrastos wiederfinden; ebenso die Lehre von den homöomerenoder gleichartigen Theilen, die wir bei Aristoteles aus Xr. 50 ff.besonders Xr. 52 kennen lernten. Hier nannte Aristoteles als Bei-spiele ungleichartiger Theile bei den Thieren das Gesiebt dieHand den Fuss, genau derselben Beispiele zur Erläuterung der-